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FIAT 500: Italiens Liebling wird 60

Am Dienstag vor 60 Jahren wurde der Fiat 500 der Öffentlichkeit vorgestellt. Trotz spartanischer Ausstattung eroberte das Modell die Herzen der Italiener – und geniesst heute noch Kultstatus.
Szene vom diesjährigen internationalen Fiat-500-Treffen in Sarnen. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (24. Juni 2017))

Szene vom diesjährigen internationalen Fiat-500-Treffen in Sarnen. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (24. Juni 2017))

Der Fiat 500 gilt in Italien als Kultauto und stand in den 1950er-Jahren für preiswerte Massenmobilisierung. Der Kleinstwagen, der insgesamt 3,8 Millionen Mal gebaut wurde, feiert am Dienstag seinen 60. Geburtstag. Der Fiat 500 war für die Italiener so wichtig wie für die Deutschen der VW Käfer, die «Ente» für die Franzosen und der Mini für die Briten. Erst dieser Wagen machte die Italiener so richtig mobil.

Am 4. Juli 1957 wurde der Fiat Cinquecento erstmals vorgestellt. Der Kleinwagen, der bis 1976 produziert wurde, rückte zum Symbol für das Wirtschaftswunder Italiens auf. Nach den Kriegsjahren war plötzlich auch für den «Normalitaliener» ein Wagen erschwinglich. «Ich wollte ein kleines Auto für eine grosse Anzahl von Menschen entwerfen», beschrieb der «Vater» des legendären Gefährts, Dante Giacosa, seine Pläne. Erklärtes Ziel des gebürtigen Römers war es, dass sich jeder Angestellte ein Auto leisten kann.

Einfachheit als Erfolgsmodell

Der Fiat 500 – nicht einmal 3 Meter lang, gerade mal 1,30 Meter breit – war vor allem anfangs spartanisch ausgestattet. Die Scheiben in den Türen konnten nicht heruntergekurbelt werden. Man musste zusammenrücken. «Viele Italiener haben im Fiat 500 zum ersten Mal ein Mädchen geküsst», sagte der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi einmal. Viele Frauen der Nachkriegsgeneration lernten am Steuer des kleinen und wendigen Kleinwagens das Autofahren.

Der Fiat 500 stand für die radikale Vereinfachung eines Fahrzeugkonzeptes. Mit einem Zweizylinder-Reihenmotor ausgestattet, erreichte der Kleinwagen eine Geschwindigkeit von maximal 85 Kilometer pro Stunde. Charakteristisch waren das spindeldürre Lenkrad, Scheinwerfer, die wie Knopfaugen aussahen, dünne Sitze, die man nach hinten schieben konnte, und ein grosses Faltdach als Klimaanlage. Letzteres liess sich mit einem Griff nach hinten werfen. Ein alter Fiat 500 verschmutzte die Luft so stark wie zirka 300 moderne Kleinwagen zusammen. Um von 0 auf 80 Kilometer pro Stunde zu kommen, brauchte es 25 Sekunden.

1976 wurde die Produktion eingestellt. Das Nachfolgemodell war der Fiat 126. 2007 brachte die Autogruppe Fiat den neuen 500 auf den Markt. Dieser ist zwar von seinem Vorgänger inspiriert, jedoch deutlich grösser als sein Vorbild. Ende 2013 entwarf Fiat die sportlich anmutende Version 500S.

400000 Exemplare sind heute noch unterwegs

Trotz der neuen Varianten bleibt der alte Fiat 500 für viele Italiener ein Kultobjekt. 400000 Exemplare sind noch heute in Italien unterwegs. Um den 60. Geburtstag des Kleinautos zu feiern, sind mehrere Veranstaltungen unter dem Motto «Forever Young» geplant. Im ligurischen Garlenda findet vom kommenden Freitag bis Sonntag ein grosses Treffen des «Fiat 500 Club Italia» statt, an dem Besitzer des Kultwagens aus der ganzen Welt teilnehmen. Geplant ist auch eine ausgedehnte Europa-Tour, bei der Fans des Oldtimers einander treffen können. (sda)

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