Flipfloppen wieder erlaubt

Look

Diana Hagmann-Bula
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Haben es vom Strand in die Stadt geschafft: Flipflops trägt man nun zum femininen Rock. (Getty Images)

Haben es vom Strand in die Stadt geschafft: Flipflops trägt man nun zum femininen Rock. (Getty Images)

Wäre der Sommer ein Schuh, so wäre er ein Flipflop. Kein Treter steht mehr für Sonne und Hitze und Baden als die Plastikschlappe. Der idealste Begleiter für an den See, modischer Fauxpas hingegen im Büro. Diese Saison benötigt man jedoch keine 40 Grad und überhitzte Denkzellen, um Flipflops zur Arbeit zu tragen. Skandi-Chic-Ikone Pernille Teisbaek kombiniert die Zehentrenner aus Plastik gerade zum Seidenkleid und hievt sie so vom Strand in die Stadt. Farbliche Bescheidenheit ist nicht angesagt. In Knallgelb und anderen Sommerfarben blitzen Flipflops nun unter langen Röcken hervor.

Der stylische Ruf der typischen 90er-Jahr-Schuhe ist also wiederhergestellt. Nur ökologisch glänzen die Schlappen nach wie vor nicht. Meist enthalten sie umweltschädliches PVC. Das Material entsteht unter Zugabe von giftigen Stoffen aus Erdöl. Und schon ziehen Gewissenswolken am Sommerhimmel auf. Die Marke Reef vertreibt sie schnell wieder: Für seine «Escape»-Kollektion verwendet das Unternehmen Recyclingmaterialien und wasserbasierten Klebstoff. Die Farben: viele Pastelltöne, aber auch ein Knallgelb à la Pernille Teisbaek. Willkommen zurück im Watschelclub.