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Weg mit der Kopfhörerbuchse, her mit Super Mario: Das kann das neue iPhone

Apple hat das iPhone 7 präsentiert. Das war zu erwarten. Doch Tim Cook zauberte auch einige Überraschungen aus dem Hut.

Raffael Schuppisser
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iPhone 7
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Unter anderem wird es eine Super Mario-App geben – dies verkündete Überraschungsgast «Super Mario»-Erfinder Shigeru Miyamoto.
Weg mit der Kopfhörerbuchse: iPhone-Nutzer werden Musik entweder via Adapter über die Ladebuchse hören...
...oder mit den Wireless-Kopfhörern.
Auch an der Kamera und an der Akku-Laufzeit wurde geschraubt.

iPhone 7

Keystone

Für die meisten dürfte das die grösste Neuerung sein: Das iPhone 7 hat keine Buchse mehr, in die herkömmliche Kopfhörer eingestöpselt werden können. Apple setzt auf Bluetooth-Kopfhörer, die ohne Kabel auskommen. Man steckt sie einfach in die Ohren – ähnlich wie ein Hörgerät.

Die Entwicklung bringt aber auch Nachteile. So müssen die kabellosen Kopfhörer aufgeladen werden. 24 Stunden soll eine Akkuladung reichen, wenn man die Kopfhörer in einer dafür vorgesehenen Ladebox aufbewahrt. Das ist viel. Allerdings lernt die Erfahrung, dass die Batterie von Bluetooth-Kopfhörern immer dann leer sind, wenn man unbedingt Musik hören will. Wer seine alten Kabel-Kopfhörer nutzen will, kann das noch immer. Man braucht jedoch einen Adapter, um die Kopfhörer über den Lightning-Anschluss einzustöpseln. Da darüber aber auch das Gerät mit Strom versorgt wird, kann während des Ladens nicht mit den Kopfhörern Musik gehört werden. Grund für die Neuerung: Das Weglassen des Kopfhörer-Anschlusses spare Platz, was für die kleinen «Hosentaschencomputer» essenziell sei.

«Pokémon Go» für die Apple Watch

Das neue Apple-Telefon verfügt aber auch über drei sehr nützliche Funktionen, die andere Smartphones bereits länger haben. Es ist nun wasserdicht, hat zwei Lautsprecher, die Stereo-Sound ermöglichen, und ist mit einer Dual-Kamera ausgestattet. Die zwei Linsen sollen vor allem in der Dämmerung und bei schlechten Lichtverhältnissen für scharfe Bilder sorgen. Mit der neuen Kameratechnologie wird es auch möglich, den Hintergrund verschwimmen zu lassen und den Fokus des Bildes auf das Objekt im Vordergrund zu legen. Unerklärlich ist, dass nur das grössere iPhone 7 Plus (5,5 Zoll) über dieses Feature verfügt, während das iPhone 7 (4,7 Zoll) bloss eine Kameralinse besitzt.

Noch bevor das neue iPhone in San Francisco überhaupt präsentiert wurde, bat Apple-CEO Tim Cook Shigeru Miyamoto, den Erfinder von «Super Mario», auf die Bühne. Dieser kündigte das erste Spiel der Kult-Gamefigur für das iPhone an. «Super Mario Run» funktioniert nach dem Prinzip von «Temple Run» und kann folglich mit einem Finger gespielt werden. Nach dem grossen Erfolg von «Pokémon Go» hat Nintendo offenbar den Reiz des Smartphones entdeckt.
Apropos «Pokémon Go»: Das erfolgreichste Mobile-Game kommt nun auch auf die Apple Watch – und dürfte der Smartwatch zu einer grösseren Verbreitung verhelfen.

Eine neue Apple-Uhr wurde ebenfalls angekündigt. Der grösste Vorteil der Apple Watch Serie 2: Sie ist nun bis zu unter 50 Meter wasserdicht. Man kann nun damit schwimmen gehen. Die Uhr soll dabei auch erkennen, wie viel Kalorien verbraucht werden. Aber auch für Jogger hat die überarbeitete Uhr etwas zu bieten. Ein integriertes GPS-Modul misst die Geschwindigkeit und die zurückgelegten Kilometer auch ohne Smartphone akkurat.

Das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus erscheinen in der Schweiz am 16. September.

Alle Jahre wieder präsentierte Apple die neuste iPhone-Generation – So hat sich es sich im Lauf der Zeit gewandelt
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2007 präsentiert Steve Jobs, der damalige und inzwischen verstorbene CEO und Mitbegründer von Apple, das iPhone 1 mit den Worten «Heute erfindet Apple das Telefon neu». Was heute fast schon lächerlich wirkt, war damals revolutionär: 2 Megapixel-Kamera, bis zu 16GB Speichervolumen, Touchscreen und Internetverbindung per EDGE. In den ersten zwei Tagen wurden gut 270'000 iPhones verkauft.
Nach dem iPhone 1 folgt das iPhone 3G. Am 11. Juli 2008 wurde der Nachfolger angekündigt – die technischen Unterschiede waren jedoch kaum nennbar. Auch der spätere Nachfolger, das 3GS war nur bei wenigem, etwa einer 3 Megapixel-Kamera oder einer Variante mit bis zu 32GB Speicher, besser ausgestattet.
Mit dem 2010 vorgestellten iPhone 4 wurde beispielsweise die Display-Auflösung verdoppelt: 960 x 640 Pixel. Auch stieg man von einer Mini-SIM zu einer Micro-SIM-Karte um. Auch bei den Kamera-Komponenten wurde die Hauptkamera auf 5 Megapixel aufgestockt (inklusive HD-Videos) – und eine Frontkamera mit heute schlappen 0,3 Megapixeln.
Mit dem iPhone 4s wurde die Speicherfamilie nochmals ergänzt: Erstmals konnte man auch 64GB Speicher auf seinem iPhone haben. Grösste Änderung waren wohl die 8 Megapixel-Kamera mit der Möglichkeit Videos in Full-HD zu drehen.
Gleich drei Variationen von dem zwischen 2012 und 2013 vorgestellten iPhone 5 kamen auf den Markt. Das Reguläre, eine günstigere Version 5c und das Nachfolgemodell 5s. Erstmals änderten sich Grösse und Gewicht wirklich: Rund 1,5 Zentimeter mehr Bildschirmdiagonale. Zudem wurde doppelt so viel RAM wie beim Vorgänger eingebaut – 1 GB. Zudem verabschiedete man sich von der alten Schnittstelle und wechselte zu der einigen schmaleren Lightning-Schnittstelle.
2014 stellte man dann das iPhone 6 sowie das massiv grössere iPhone 6 Plus vor: Die Grösse beim Plus-Modell lag vor allem beim Akku: Eine Standby-Laufzeit von 384 Stunden war versprochen – 250 beim normalen Modell. Allerdings hatte die Grösse plus das leichte Aluminium-Gehäuse auch seinen Nachteil: Zahlreiche iPhone 6 Plus wurden beim Tragen in der Hosentasche verbogen.
Mit dem fast schon obligaten Modellnachfolger s kam das iPhone 6s und 6s Plus auf den Markt. Neu ist nun auch die Möglichkeit 4k-Videos zu drehen, es wurde auf 2GB RAM aufgestockt und die Kamera hat eine solide 12,2 Megapixel-Auflösung. Die beiden s-Modelle hatten sogar eine 5 Megapixel Frontkamera.
Alles neu macht die 7? Das iPhone 7 soll wieder neue Massstäbe im Smartphone-Geschäft setzen. 7-Megapixel Frontkamera, 12-Megapixel-Hauptkamera. Der analoge Homebutton wird verschwinden und durch eine drucksensitive Fläche ersetzt. Es soll wasser- und staubdicht sein, eine längere Akkulaufzeit haben und – die Kopfhörerbuchse wird verschwinden. Musik wird entweder via Adapter durch die Ladebuchse oder aber mit Bluetooth-Kopfhörern gehört. Es kommt erneut in der normalen und der Plus-Version.

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