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GENIESSEN: Einfach Weihnachten

Food-Bloggerin Mary Frener schlägt ein Fest-Menü für Kochlaien vor. Wir glauben: Das kommt gut.
Mary Miso alias Marianne Frener in ihrem Luzerner Kochstudio. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Mary Miso alias Marianne Frener in ihrem Luzerner Kochstudio. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Hans Graber

Der Wunsch kam aus dem Kreis der Redaktion: ein weihnächtliches Menü für Leute mit null Ahnung und ungelenken Händen – also für Journalisten, die keine Zeit haben, in TV-Kochstudios Anschauungsunterricht zu nehmen und sich aufgrund ihres kargen Gehaltes auch kein Anfänger-Kochbuch leisten können. Am besten ist wohl, wenn man solchen Leuten rät, sich einladen zu lassen, wobei dies auch schwierig sein kann, weil sich aufgrund chaotischer Lebensumstände Familie und Freunde längst von ihnen abgewendet haben.

Von Raphael Tuor profitiert

Was tun? Wir fragten Marianne «Mary» Frener, Luzerner Food-Blog­gerin, die soeben ihr drittes Buch «Mary Miso – Die Beilage zur Hauptspeise» veröffentlicht hat, eine Rezeptsammlung ganz ohne Fleisch. Nein, Mary Frener ist nicht Vegetarierin, aber: «Aus den Beilagen lassen sich viele in jeder Hinsicht farbige Gerichte kreieren», sagt die 34-Jährige. In Sachseln OW aufgewachsen, hat sie zunächst Bäcker-Konditorin gelernt, danach in einem Altersheim auch Koch. Verfeinert hat sie ihre Künste in Gourmetlokalen, unter anderem im «Adler» Nebikon, wo sie bei Raphael Tuor (seit 2015 im Luzerner «Reussbad») «richtig kochen» gelernt hat.

Heute arbeitet Mary Frener zu 80 Prozent als Chef-Patissiere im Gottlieb-Dutt­weiler-Institut in Rüschlikon. Am Freitag pflegt sie ihren Blog, aus dem das neue Buch entstanden ist. Die 80 Rezepte, gegliedert nach Apéro, Vorspeise, Hauptspeise, Dessert, Drinks und Vorratskammer, wurden von 26 Leuten aus dem Kollegenkreis probegekocht, fotografiert hat die Autorin selber. «Das hat mir riesig Spass gemacht», sagt Mary Miso. Letzteres ist eine japanischePaste aus Sojabohnen. Japan fasziniert Mary – und nicht zuletzt wegen der schönen Alliteration hat sich nun mit Mary Miso eine Art Künstlername ergeben.

Aber jetzt, etwas zu Weihnachten? Simpel und doch raffiniert. Und nichts darf «anbrennen». Ein hoher Anspruch, zumal Murphys berühmtes Gesetz («Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen») gewiss in einer Küche erfunden wurde.

Mit Schinkli im Brotteig

Die drei Rezepte stammen von Mary Frener, das Dessert aus dem ersten Buch. Für den Hauptgang mit dem Gratin schlägt sie zusätzlich Schinken im Brotteig vor (den gibts an Weihnachten auch für Mary, serviert von Schwiegermama). So gehts: Beim Metzger vorgekocht bestellen und in den Ofen damit. Platzverhältnisse beachten! Auch der Gratin kommt in den Ofen. Vielleicht helfen Nachbarn ofenmässig aus – oder sie laden einen gleich an ihr Essen ein …

Falls es kein Erbarmen gibt, hier noch eine Variante zum Schinken: Schweinsfilet im Teig in Portionengrössen.

Wenn aber wieder einmal alles danebengehen sollte: Pizzakuriere sind auch am Heiligen Abend unterwegs, und in Tankstellenshops gibts Fertigfondue. Mit was auch immer: frohes Fest!

Hinweis: «Mary Miso – Die Beilage zur Hauptspeise», 200 Seiten, Fr. 49.–, erhältlich im Buchhandel oder unter www.mary-miso.ch.

Randensalat mit Datteln und Avocado

Für 4 Personen. Zubereitungszeit: 30 Minuten

Dressing

  • 2 EL grobkörniger Senf
  • 1 EL Honig
  • 2 EL weisser Balsamico, 3 EL Wasser
  • 5 EL Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer

Salat

  • 1 Avocado
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Frühlingszwiebel, fein gehackt
  • 1 EL Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer
  • 1 grosse gekochte Rande, grob gewürfelt
  • 6 Datteln, geviertelt
  • Jungsalat zum Ausgarnieren

Dressing: Alle Zutaten mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Salat: Avocado in kleine Würfel schneiden. Sofort Zitronensaft dazu­geben, damit Avocado nicht braun wird. Frühlingszwiebeln und Olivenöl bei­ge­ben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Randenwürfel, Avocado und Datteln auf 4 Tellern verteilen. Mit Jungsalat aus­garnieren, Dressing darüberträufeln.

Kartoffelgratin Tricolore

Für 4 Personen

Zubereitungszeit: 40 Minuten

Gratin

  • 3 Zucchetti
  • 5 Tomaten
  • 750 g festkochende Kartoffeln

Guss

  • 2 dl Halbrahm
  • 1 Becher saurer Halbrahm (180 g)
  • 1/2 Bund Thymian, gezupft
  • Salz und Pfeffer

Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Gratin: Zucchetti und Tomaten in 4 mm dünne Scheiben schneiden. Kartoffeln in 2 mm dünne Scheiben schneiden. Abwechslungsweise in einer Gratinform einschichten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Guss: Halbrahm, saurer Halbrahm und Thymian mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Guss über das Gemüse giessen. Im Backofen rund 50 Minuten backen, bis der Gratin weich ist.

Wiener Eiskaffee mit Kirsch

Für 4 Gläser a 2dl

  • 10 Kugeln Vanilleglace
  • 8 Kugeln Moccaglace
  • 2dl Vollrahm
  • 1/2 dlheisser Espresso
  • 3 EL Kirsch
  • 4 Zweige Pfefferminze

Gläser für zirka 15 Minuten in den Tiefkühler stellen. Die Glacen bei Raumtemperatur während 10 Minuten stehen lassen. Rahm steif schlagen und beiseite stellen. Vanille- und Moccaglace in eine Schüssel geben. Espresso und Kirsch beifügen und mit dem Schwingbesen schlagen, bis eine sämige Masse entsteht. In Gläser abfüllen und mit Rahm und Pfefferminze garnieren.

Kartoffelgratin Tricolore. (Bild: PD)

Kartoffelgratin Tricolore. (Bild: PD)

Randensalat mit Datteln und Avocado. (Bild: PD)

Randensalat mit Datteln und Avocado. (Bild: PD)

Wiener Eiskaffee mit Kirsch. (Bild: PD)

Wiener Eiskaffee mit Kirsch. (Bild: PD)

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