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GENUSS: Der Alleskönner aus dem Orient

Hummus passt zu fast allem – und fast alles schmeckt besser mit ihm. Auch in unserer Kultur stehen immer mehr Menschen auf ein Schälchen Kichererbsen-Dip.
Noemi Lea Landolt
Eine gute Wahl: Hummus-Schälchen mit Fladenbrot. Bild: Getty

Eine gute Wahl: Hummus-Schälchen mit Fladenbrot. Bild: Getty

Alle wollen ihn, von den Speisekarten ist er nicht mehr wegzudenken. Er ist ein Alleskönner. Dabei sieht er nicht einmal besonders appetitlich aus. Die beige Farbe, eine Konsistenz zwischen breiig und cremig. Hummus verleiht einem schön angerichteten Teller kein gewisses Etwas und kein bisschen Farbe. Aber das ist offenbar völlig egal.

Wir lieben Hummus, weil er so simpel ist und uns sein Geschmack an Reisen in ferne Länder erinnert, an Märchen aus 1001 Nacht.

Wer seinen Gästen zum Apéro Hummus auftischt, kann nichts falsch machen. Sie werden sich um die Schale scharen, ins Gespräch kommen, während sie ihr Essen in den Dip tauchen – bis nichts mehr übrig ist. Mit Hummus schmeckt fast alles besser: Gemüse-Sticks, Fladenbrot, Falafel-Bällchen. Sogar ein Sandwich wird geschmacklich interessanter, wenn die beiden Brothälften mit Hummus statt mit Mayo oder Butter bestrichen sind.

Nationalspeise im Nahen Osten

Ursprünglich stammt Hummus aus dem Nahen Osten. In Israel, der Türkei, in Syrien und im Libanon gehört er zu den Nationalspeisen, wird vor allem als Vorspeise zu Fladenbrot gereicht. In diesen Ländern gibts Kichererbsen-Mus an fast jedem Essensstand und in Restaurants.

Wer genau auf die Idee kam, Kichererbsen zu pürieren, ist bis heute nicht abschliessend geklärt. Fakt ist, dass Menschen schon seit einer halben Ewigkeit die unförmigen Erbsen essen. In der Antike gelangten sie von Nordafrika nach Indien und ins alte Rom. Im Orient und in südeuropäischen Ländern wachsen Kichererbsen wild. Die Haupt­anbaugebiete sind Indien, Pakistan, Nordafrika, Spanien und die Türkei.

Kichererbsen liefern mehr Eiweiss als so manche Fleisch­sorte – deshalb sind sie auch bei Vegetariern und Veganern so beliebt. Auch Figurbewusste dürfen ihr Gemüse ruhig mit einem Häubchen Hummus geniessen: Die Hülsenfrüchte enthalten zwar relativ viele Kalorien, machen aber wegen ihres hohen Ballaststoffgehalts schnell und lange satt.

Heute muss auch niemand mehr in den Orient reisen, um in den Genuss von Hummus zu kommen. Längst haben Köche in unseren Breitengraden die Kichererbsen und vor allem das Kichererbsen-Mus entdeckt. In vielen hippen Restaurants geht nichts mehr ohne. Hummus passt perfekt zu einem lauen Sommerabend in einer Gartenbeiz. Er ist nahrhaft, aber nicht zu deftig und lässt sich gut in einer Gruppe teilen.

Einlegen und kochen lohnt sich

Dass wir zunehmend auf Hummus stehen, ist Coop, Migros, Denner und Co. nicht entgangen. Auf den abgepackten Hummus der Grossverteiler sollte man aber nur ausweichen, wenn man wirklich zu faul zum Kochen ist. Denn am allerbesten schmeckt Hummus natürlich selbst gemacht. Und grosse Kochkünste sind nicht erforderlich – den Stabmixer kann schliesslich jeder bedienen.

Die Kichererbsen kann man vorgekocht in der Dose kaufen. Das ist in Ordnung bei spontanen Aktionen oder plötzlicher Lust auf Hummus. Der leicht nussige Geschmack kommt aber viel besser zur Geltung, wenn getrocknete Kichererbsen verarbeitet werden. Sie müssen zwar über Nacht eingelegt und dann noch gekocht werden, aber der zusätzliche Aufwand lohnt sich. Wer den Stabmixer aus dem Küchenschrank holt, macht am besten gleich eine grosse Portion. Im Kühlschrank gelagert, ist der Dip mehrere Tage haltbar – aber lange wird er sowieso nicht überleben.

Übrigens: Sollte der klassische Hummus irgendwann zu langweilig werden, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ihn aufzupeppen. Mit gekochten Randen zum Beispiel oder mit Kürbis, Karotten und Ingwer – je nach Saison und Gelüsten eben.

Noemi Lea Landolt

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