GENUSS: Hilfe, unangemeldete Gäste

Es läutet unverhofft an der Tür, und gute Freunde will man nicht abwimmeln. Ein paar Tipps helfen, sie spontan und stressfrei zu bewirten.

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unknown (Bild: piazza@luzernerzeitung.ch)

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Alexandra Fitz

Die nettesten Zusammenkünfte sind nicht immer, aber oft die spontanen. Wenn unerwartet Besuch kommt und die alten Freunde bis spätabends sitzen bleiben, wenn man kurzfristig die Nachbarn einlädt oder auch wenn Gäste kommen, man aber kaum Zeit für die Vorbereitung hat.

Klar, huschen wir dann hektisch in der Küche umher, erinnern uns daran, dass wir nichts, absolut nichts im Kühlschrank haben und sowieso keine Zeit für ein grosses Geköch haben. Doch meistens schaffen wir es dann doch, einen kleinen, feinen Apéro auf den Tisch zu zaubern oder Gäste mit einfachen Gerichten zu beeindrucken.

Entspannt bleiben

Wie wir in Zukunft noch entspannter Spontanbesucher bekochen können und welche schnellen Gerichte keine jahrelange Herd-Erfahrung und stundenlange Vorbereitung brauchen, verrät die Journalistin Claudia Schmidt in ihrem Buch «Blitzrezepte für Gäste». Darin liefert sie über 100 unkomplizierte Rezepte für eilige Gastgeber und verwöhnte Gaumen. Zudem nennt sie 30 Tipps, welche uns zum perfekten Gastgeber machen. Wobei sie auch festhält: Perfektionismus ist unerwünscht. Hilfreich – vor allem für noch unerfahrenere Gastgeber – ist die Liste mit Vorräten, die einem helfen, beim Bewirten entspannt zu bleiben (siehe unten).

Schmidt macht gleich zu Beginn klar, worauf es ankommt: «Ein paar Leute, die gute Laune haben und sich um den Tisch versammeln. Einfaches Essen, mit dem man alle glücklich macht. Ein Fünf-Gänge-Menü können Sie getrost professionellen Gastronomen überlassen – dafür geht man schliesslich ins Restaurant.»

Wichtig aber: Seien Sie ein entspannter Gastgeber, empfangen Sie Ihre Gäste nicht mit einer gestressten Miene.

Unter dem Punkt «Der erste Drink» beschreibt die Autorin, dass das erste Getränk etwas Besonderes sein soll. Um Champagner oder Prosecco aufzupeppen, eignet sich etwa Himbeermark für einen Testarossa oder Pfirsich für einen Bellini. Tipp: Frische Früchte schmecken immer besser. Und immer erst das Mark ins Glas. Haben Sie schon mal etwas vom Holunderblütenlikör St. Germain gehört? Servieren Sie ihn als Aperitif mit Sekt, ein paar Johannis- oder Blaubeeren und Minzblätter in grossen Weingläsern. Ihre Gäste werden den Drink lieben.

Als Rezeptidee ausgewählt haben wir Flammkuchen – ein schnelles und köstliches Gericht. Beim Belegen kann man sich austoben. Probieren Sie ruhig mehr als nur klassisch Zwiebeln und Speck: Ziegenkäse, Rucola, Birnen, Feigen, und ihre Gäste kommen bestimmt wieder.

Hinweis

Claudia Schmidt, «Blitzrezepte für Gäste», AT Verlag, 208 Seiten, 29.90 Franken, www.at-verlag.ch

Flammkuchen sind eine prima Idee, wenn unverhofft Besuch kommt –  vorausgesetzt, man hat die Zutaten im Haus (Rezepte unten im Kasten). (Bild: Veronika Studer/AT Verlag)

Flammkuchen sind eine prima Idee, wenn unverhofft Besuch kommt – vorausgesetzt, man hat die Zutaten im Haus (Rezepte unten im Kasten). (Bild: Veronika Studer/AT Verlag)