Gesundheit

"Immer wieder fasziniert"

Seit zehn Jahren ist sie im Kantonsspital Aarau und kümmert sich als Chefärztin für Geburtshilfe und Perinatalmedizin mit viel Fingerspitzengefühl um die Patientinnen und deren Nachwuchs.

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Gesundheit Aargau

Monya Todesco Bernasconi hat in ihrer beruflichen Laufbahn schon viele Geburten begleitet – «ich kann nicht sagen, wie viele; ich habe nicht mitgezählt» – und ist doch immer wieder von neuem fasziniert von diesem Vorgang. «Eine Geburt ist ein höchst privater, intimer Moment, an dem wir Ärzte teilhaben dürfen.» Nicht zuletzt darum sei es wichtig, in den vorgängigen Gesprächen mit den werdenden Müttern eine gute Vertrauensbasis zu schaffen. Sie habe bereits als 14-Jährige gewusst, dass sie dereinst Hebamme werden will. Und da ihr Lernen schon immer Spass gemacht habe, sei sie zum Medizinstudium und zur Gynäkologie und Geburtshilfe gekommen.

Mehr Frühgeburten
Mittlerweile ist Monya Todesco Bernasconi, die selber zwei Kinder im Jugendalter hat, seit zehn Jahren Chefärztin für Geburtshilfe im Kantonsspital Aarau. Sie stellt fest: «Im Vergleich zu früher haben wir heute mehr Frühgeburten, mehr Spontangeburten bei Steisslage oder auch bei Zwillingen.»

Kaiserschnitt & Co.
Die Rate der Kaiserschnitte sei, obwohl heute mehr Risikoschwangere betreut würden, konstant geblieben. «Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft mit einer gesunden
Schwangeren und mit einem gesunden Kind hat die Spontangeburt mehr Vorteile für beide. Der Kaiserschnitt ist in ausgewählten Fällen der Spontangeburt überlegen.» Sie würden im KSA immer Vor- und Nachteile beider Methoden erklären und nur dann Empfehlungen abgeben, wenn diese aus medizinischer Sicht nötig seien. «Der Entscheid liegt
immer bei der Schwangeren.» Was sie den Frauen immer wieder rate: «Wichtig für die Geburt ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, ein Kind zur Welt zu bringen – und das Vertrauen in die Kompetenz der betreuenden Personen."

Autorin: Ursula Känel Kocher / Gesundheit Aargau