Getestet
Airtags: Apple schafft das Suchen ab

Neuerdings gibt es bluetoothgesteuerte Plaketten, mit deren Hilfe man alle möglichen Gegenstände in Sekundenschnelle wiederfindet.

Raffael Schuppisser
Raffael Schuppisser
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In der idealen Apple-Welt prangt an jedem Gegenstand ein Apfel-Logo und lässt sich mit einem Klick auf das Smartphone orten. Diese Welt ist – einmal abgesehen von zu vielen angebissenen Äpfeln – gar nicht so schlecht. Ich zumindest suche ständig irgendetwas: Schlüssel, Portemonnaie, Handy… Unzählige Busse habe ich verpasst, während ich suchend durch die Wohnung getingelt bin.

Das soll nun Geschichte sein. Dank Airtags. Das sind zweifränklergrosse Plaketten (mit Apfellogo), die man über Bluetooth orten kann. Dazu legt man den Airtag einfach neben das iPhone, und schon wird er erkannt und manuell dem jeweiligen Gegenstand zugeteilt.

Ich hab’s ausprobiert und jene Gegenstände, die ich am meisten suche, damit ausgestattet. Eine Offenbarung! Schlüssel? Piep, piep, piep … ist hier. Schirm? Zwei Meter links. Die App «Wo ist?» gibt akustische und optische Hinweise, wo sich ein mit Airtag ausgestatteter Gegenstand befindet. Nur beim Nuggi hat die Partnerin die Augen verdreht. Schadet das Bluetooth-Signal dem Baby nicht? Die Frage wird bestimmt Gegenstand zahlreicher künftiger Studien sein. Denn welche Eltern von Kleinkindern suchen nicht ständig den Nuggi?

Etwas anderes gibt bereits zu reden: Lassen sich Airtags nutzen, um Leuten hinterherzuspionieren? Eine Plakette in die Tasche des Ehemannes, und jede Affäre fliegt auf? Gemäss Apple ist das – dank eines ausgeklügelten Systems – nicht möglich. Doch die Grosseltern, die mit airgetagtem Kinderwagen spazieren gingen, liessen sich problemlos tracken.

CHM
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