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Samsung greift Apples iPhone 12 mit dem Galaxy Z Fold 2 an – Was taugt das neue Klapphandy?

Für alle, denen das iPhone zu langweilig geworden ist, gibt es jetzt das Galaxy Z Fold 2 von Samsung. Das Hightechgerät ist aber nicht gerade günstig.

Raffael Schuppisser
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Das neue «Galaxy Z Fold 2» von Samsung.

Das neue «Galaxy Z Fold 2» von Samsung.

Bild: zvg

Wow! Das ist ja ein richtig schönes Smartphone geworden. Warum einen das verwundert? Nun, der erste Versuch von Samsung, ein Handy zu falten, endete vor einem Jahr in einem Gerät, das mehr
an einen Prototyp denn an ein Serienmodell erinnerte. Der Klappmechanismus war ein klappriges Scharnier, der äussere Bildschirm viel zu klein und überall zu viel Plastik.

Das Galaxy Z Fold 2 sieht jetzt wie ein nobles Smartphone aus: schickes Alugehäuse, fast randlose Bildschirme, edle Verarbeitung. Auf dem äusseren Bildschirm kann man Apps bedienen wie
auf jedem anderen Handy auch. Will man es als Mini-Tablet nutzen, klappt man das Gerät wie ein Buch auf, und es kommt – ta-da! – ein grosser Bildschirm zum Vorschein. Alles gut, also? Nicht ganz.

Die Physik kann auch Samsung nicht überwinden: Ein zusammenfaltbares Handy ist auch doppelt so dick wie ein normales Smartphone. Das nervt.

Zumal es Samsung noch immer nicht geschafft hat, dass die beiden inneren Bildschirme in zusammengeklapptem Zustand nahtlos aufeinanderzuliegen kommen. So klafft eine Lücke von über einem Millimeter. Das sieht nicht nur hässlich aus, sondern macht das Gerät noch dicker.

Das können die chinesischen Ingenieure von Huawei besser, wie sie mit dem Mate Xs bewiesen haben. Allerdings gibt es dafür wegen des Handelsstreits keine Google-Apps mehr, was es unbrauchbar macht. Wer sein Handy zum Tablet ausklappen will, kommt deshalb kaum am Fold 2 vorbei.