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Gib mir Süsses, sonst gibt’s Saures!

Halloween - die gruseligste Nacht das Jahres steht wieder an. Auf der Jagd nach Süssigkeiten als Gespenst, Vampir oder Zombie um die Häuser zu ziehen ist ein grosser Spass. Vor allem für Kinder. Aber was bedeutet der ganze Grusel eigentlich?
Ursula Wegstein (Text), Jana Breder (Grafik)

In die USA und wieder zurück

Mit irischen Auswanderern erreichte Halloween im 19. Jahrhundert die USA und Kanada. Dort entwickelte es sich zu seinem heutigen Charakter: einem Gruselfest. Monsterkostüme, Gehirnwackelpudding und Friedhofsromantik haben es zu einer Art Karneval gemacht. In dieser Form kehrte das Fest in den Neunzigerjahren nach Europa zurück. Auch in die Schweiz – Verkleiden und Kürbisse finden grossen Anklang.

Tote sind unterwegs

Der Name Halloween kommt vom Englischen «All Hallow’s Eve». Das bedeutet so viel wie «der Abend vor Allerheiligen».
Halloween hat seinen Ursprung in Irland. In vorchristlicher Zeit begingen die Kelten am 31. Oktober das Fest Samhain. Dieses Fest markierte den Beginn des Winters, war aber auch eine Art Erntedank und keltisches Neujahrsfest in einem. Die Kelten glaubten, dass in jener Nacht die Tore zu Unterwelt offenstünden. Und dass die Geister der Verstorbenen auf die Erde zurückkehrten, um ihre Verwandten zu besuchen. Mit Lichtern wiesen sie den Verstorbenen den Weg.
Später wandelten die Iren den Brauch ab. Sie hatten Angst vor den Toten. Um von ihnen nicht als Lebendige erkannt zu werden, verkleideten sie sich selbst als Geister.

Süsses oder Saures

Im Mittelalter baten Bedürftige um das «Seelenbrot», ein kleines Brot mit Johannisbeeren. Als Gegenleistung versprachen sie, für die Spender und ihre toten Angehörigen zu beten. Dieser Brauch setzte sich später in etwas abgeänderter Form in Amerika durch. Als kleine Monster, Hexen oder als Vampir verkleidet, ziehen Kinder am Abend des 31. Oktober von Haustür zu Haustür und bitten mit dem Spruch «Süsses oder Saures» um Süssigkeiten. Genaugenommen bedeutet der Spruch: Gib mir Süsses, sonst gibt es Saures. Dann nämlich spielen die Kinder einen Streich: Konfetti im Briefkasten, Rasierschaum auf der Türklinke, Eier an der Hauswand, in Toilettenpapier eingepackte Autos.

Sage von Jack O’Lantern

Die Kürbislaterne geht auch auf eine Legende aus Irland zurück: Als der Bösewicht Jack gestorben war, soll Gott ihm den Zugang zum Himmel verwehrt haben. Da er den Teufel hinters Licht geführt hatte, fand er auch in der Hölle keinen Einlass. Damit Jack nicht ewig im Dunkeln wandeln musste, schenkte ihm der Teufel ein Stück glühende Kohle aus dem Höllenfeuer. Diese steckte Jack in eine Rübe, die er als Wegzehrung mitgenommen hatte. Daraus entsprang der Glaube, dass ein brennendes Stück Kohle in einer Rübe böse Geister fernhalte. Da sich Kürbisse leichter bearbeiten lassen, haben sie die Rübe abgelöst.

Bitte nicht stören!

Wer nicht möchte, dass den ganzen Abend reihenweise Kindergruppen Sturm klingeln, sollte im Aussenbereich keine beleuchteten Kürbisse oder andere Halloween-Dekoration aufstellen. Das wird allgemein als Einladung zum Läuten verstanden. Des Weiteren ist es ratsam, die Aussenbeleuchtung am Haus auszuschalten. Die ungeschriebene Regel lautet, nur an beleuchteten Türen zu läuten. Das ist auch in den USA so üblich.

Quelle: Umfrage des Berner Marktforschungsinstituts Intervista vom Oktober 2017.

Quelle: Umfrage des Berner Marktforschungsinstituts Intervista vom Oktober 2017.

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