Girls just wanna have fun ...

Autos, das soll Männersache sein? Blödsinn! Auch Frauen können ganz schön viel Benzin im Blut haben. Und Porsche hat mit seinen Mittelmotormodellen den passenden Untersatz für die Mädels.

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Porsche 981 Boxster Spyder (links) und 981 Cayman GT4 vor dem Hotel Le Mirador Kempinski in Chardonne oberhalb von Montreux. – Kennzahlen: Boxster Spyder: 375 PS/420 Nm Drehmoment, Preis ab 97 600 Franken. Cayman GT4: 385 PS/420 Nm; Preis ab 104 700 Franken. (Bild: PD)

Porsche 981 Boxster Spyder (links) und 981 Cayman GT4 vor dem Hotel Le Mirador Kempinski in Chardonne oberhalb von Montreux. – Kennzahlen: Boxster Spyder: 375 PS/420 Nm Drehmoment, Preis ab 97 600 Franken. Cayman GT4: 385 PS/420 Nm; Preis ab 104 700 Franken. (Bild: PD)

Jil Lüscher

«Erleben Sie selbst die radikale Sportlichkeit von Boxster Spyder, Cayman GT4 sowie Boxster und Cayman GTS.» Mit diesen Worten lud Porsche Schweiz zu einem Mid-Engine-Event nach Montreux ein. Und dieser Event hielt, was er versprach: spannende Einblicke in die Mittelmotortechnologie von Porsche, primär aber viele faszinierende Fahrerlebnisse in einer wunderschönen Umgebung.

Zum besseren Verständnis: Autos mit sogenannten Mittelmotoren haben das Antriebsaggregat nicht wie bei den meisten Autos vorne oder hinten angeordnet, sondern zwischen der Vorder- und Hinterradachse. Zum Beispiel direkt hinter den Vordersitzen oder gar unter den Sitzen. Der Vorteil dieser Motoranordnung ist eine vorteilhafte Gewichtsverteilung, welche sich äusserst positiv auf die Fahrdynamik auswirkt. So findet man die Mittelmotoranordnung sehr häufig im Rennsport wieder – oder eben bei den Boxster- und Cayman-Modellen von Porsche.

Ritt mit dem Spyder

Das Flaggschiff dieser eleganten, filigranen und damit auch ein wenig femininen Baureihe ist der Mitte vergangenen Jahres präsentierte Boxster Spyder, wobei Spyder für «offen» steht. Es ist eine stärkere Version des Boxster GTS (plus 45 PS), garantiert ein Roadster in Reinkultur, und er ist mit 1315 Kilogramm der leichteste und mit 375 PS gleichzeitig auch leistungsstärkste aller Boxster-Modelle von Porsche.

Zum Gewicht: Das relative Leichtgewicht ist unter anderem dem Stoffverdeck geschuldet, das – etwas tricky – von Hand geöffnet und geschlossen werden muss – rund eine Minute sollte für diesen Vorgang einberechnet werden.

Zur Fahrdynamik: Das Auto kommt den im Werbespot angepriesenen Eigenschaften sehr nahe: «Der Boxster Spyder ist die Verschmelzung von Auto, Strasse und lenkender Person zu einer harmonischen Einheit.» In der Tat: Das Auto liegt unglaublich satt auf der Fahrbahn, lässt sich wie auf Schienen um Kurven steuern und glänzt mit hervorragenden Beschleunigungs- respektive Verzögerungseigenschaften. Einen anderen Anspruch, als Spass beim Fahren zu verbreiten, hat der Spyder kaum – er könnte diese wohl nicht erfüllen. Mehr als zwei etwas grössere Handtaschen und vielleicht noch den einen oder anderen Einkaufsbag vermag er nämlich nicht zu schlucken.

Gesamtpaket stimmt

Gleiches gilt für den Cayman GT4. Auch er ist ein Spassmobil, allerdings ausgestattet mit den Eigenschaften eines Hochleistungssportwagens. Mit 385 PS bei einem Gewicht von 1340 kg beschleunigt er in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h – Höchstgeschwindigkeit 296 km/h. Natürlich gibt es Autos, die in dieser Beziehung mehr draufhaben, aber das Gesamtpaket macht es bei den Mittelmotormodellen von Porsche aus. Keine optische Kraftmeierei, sondern elegante Autos mit viel Pfiff und dem gewissen Etwas, an dem vor allem Frauen Gefallen finden. Der Montreux-Event hat es bestätigt: Mit dem Boxster Spyder, dem Cayman GT4 und den GTS-Modellen der Boxster/Cayman-Baureihe bietet Porsche in diesem Segment eine Performance, die ihresgleichen sucht.

Der 718 feiert 2016 das Comeback

Porsche hat angekündigt, dieses Jahr die neuen Versionen der beiden Porsche-Modelle Cayman und Boxster unter den Modellnamen 718 Cayman und 718 Boxster zu lancieren. In Anlehnung an das Konzept des Porsche 718, der 1957 als Mittelmotorsportwagen mit Vierzylinder-Boxermotor als Rennauto eingesetzt wurde, erhalten die neuen 718-Varianten ebenfalls einen Vierzylindermotor, der jedoch über eine Turboaufladung verfügen wird. Dies im Unterschied zu den bisherigen Saugmotoren. Optisch und technisch sollen 718 Boxster und 718 Cayman enger beieinanderliegen als bisher und über identische Motorleistung verfügen. Neu ist zudem, dass der Boxster künftig teurer sein wird als der Cayman. Im Rennsport war der Porsche 718 zwischen 1958 und 1961 sehr erfolgreich, sei es bei der europäischen Bergmeisterschaft oder beim legendären Langstreckenrennen Targa Florio. Die neuen 718-Modelle sollen im Lauf des Jahres 2016 auf den Markt kommen. Zu den Preisen gibt es derzeit noch keine verbindlichen Angaben. hs/red

«Annabelle»-Journalistin Stephanie Hess: «Rot steht mir grundsätzlich gut, aber ich könnte mich auch mit Weiss anfreunden.» (Bild: PD)

«Annabelle»-Journalistin Stephanie Hess: «Rot steht mir grundsätzlich gut, aber ich könnte mich auch mit Weiss anfreunden.» (Bild: PD)

Typisch Porsche: Drehzahlmesser im Zentrum des Blickfeldes. Hier beim Boxster Spyder, der eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 290 km/h erreichen kann. (Bild: PD)

Typisch Porsche: Drehzahlmesser im Zentrum des Blickfeldes. Hier beim Boxster Spyder, der eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 290 km/h erreichen kann. (Bild: PD)

Der Cayman GT4 lässt in seiner Heckansicht keine Zweifel an der Performance aufkommen. (Bild: PD)

Der Cayman GT4 lässt in seiner Heckansicht keine Zweifel an der Performance aufkommen. (Bild: PD)

Ob offen oder geschlossen: Porsche Boxter Spyder macht einfach sehr viel Spass. (Bild: PD)

Ob offen oder geschlossen: Porsche Boxter Spyder macht einfach sehr viel Spass. (Bild: PD)