WOCHENSTERNE: Reise- und Veränderungslust fördert Begegnungen

Eine grosse Lust auf Begegnungen treibt uns aus dem Haus. Von grosser innerer Unrast angetrieben, wollen wir wissen, welche Chancen wir bei andern haben und wie wir unser Leben spannender gestalten können. Das sagen uns die Sterne vom 4. bis 10.Juni.

Claude Weiss
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Bild: Fotolia

Die Mondfinsternis vom 5. Juni strotzt vor Dynamik und Unternehmungslust. Bewegung, Mobilität und Kommunikation stehen dabei im Vordergrund. Der Vollmond findet auf der Zwillinge/Schütze-­Achse statt und schon diese Stellung garantiert, dass wir nicht im stillen Kämmerlein sitzen. Voller Neugierde zieht es uns nach draussen, um Spannendes zu erleben und neue Eindrücke auf uns einwirken zu lassen. Wir wollen auch Meinungen austauschen, um im Kontakt mit andern zu erfahren, ob wir mit unseren Argumenten ankommen. Vielleicht gelingt es uns, damit zu punkten und andere auf unsere Seite zu ziehen. Dabei können Eroberungen winken, aber wir fürchten uns auch nicht vor Streitgesprächen. Einerseits wollen wir wissen, wer recht hat oder recht behält. Anderseits kann der Austausch von unterschiedlichen Meinungen dazu beitragen, dass wir einander näherkommen. Dieses Spiel wird nämlich zusätzlich durch Mars und Venus angefacht, wodurch die Anziehung der Geschlechter das Potenzial hat, zu spannenden Begegnungen zu führen. Vielleicht ist dies auch der Moment, um mehr Leidenschaft in unserem Leben zuzulassen. Wie gut sich das mit den coronabedingten Distanzregeln verträgt, ist allerdings eine andere Geschichte.

Sehnsucht nach Nähe und Verschmelzung

Was wir uns zurzeit innigst wünschen, ist nämlich Nähe und Zuwendung. Und dies ist das Gegenteil der Distanz und Abgrenzung, die uns nahegelegt wird und uns vielleicht auch die Vernunft gebietet. Halten wir uns daran oder machen wir eine Ausnahme? Dies mögen schwierige Entscheidungen sein, die uns nun abgefordert werden. So mag konsequentes Handeln zurzeit nicht zu den Stärken gehören, auf die wir stolz sind. Am sichersten mögen wir uns fühlen, wenn wir uns über sichere Bande mit andern verbunden fühlen, denen wir auch trauen können. Wichtig ist allerdings, dass uns in unserer Beziehung nicht im Laufe der Zeit jene romantischen Gefühle abhandengekommen sind, die unsere Träume nähren und unterstützen. So könnte die grosse Kunst in dieser Zeit einerseits darin liegen, uns die Freude und Fantasie, die das Leben lebenswert machen, zu erhalten, ohne uns von Ängsten lähmen zu lassen. Anderseits sollten wir nicht zu einem tollkühnen Verhalten Zuflucht nehmen, durch welches wir elementare Vorsichtsmassnahmen in den Wind schlagen.

Sind Durchsetzung und Bezogenheit im Einklang?

Mit der Venus, die bis zum 25. Juni rückläufig ist, stellt sich für uns zurzeit ohnehin die Frage, ob wir in unserer partnerschaftlichen Beziehung ebenso uns selbst sein können, wie wir bezogen sind. Andernfalls mögen Entscheidungen anstehen, die in unserem Leben eine neue Phase einleiten. Mit dieser Frage möchte ich mich, wegen Einstellung der Wochenzeitung «A», nach bald drei Jahren von Ihnen verabschieden. Es hat mir Freude gemacht, diese Kolumne der Wochensterne zur bevorstehenden Zeitqualität zu schreiben. Nun ist jedoch der Moment gekommen, Abschied zu nehmen, und ich wünsche Ihnen alles Beste für eine erfüllende Zukunft.