WOCHENSTERNE: Sich kämpferisch in neuer Welt verorten

Voller Kampfgeist wollen wir in einer ungewohnten und veränderten Welt die Zügel in die Hand nehmen. Dabei müssen wir mit Bauchgefühl handeln, um nicht vorschnell falsche Schlüsse zu ziehen. Das sagen uns die Sterne vom 26.März bis 1.April.

Claude Weiss
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In einer unvertrauten neuen Welt angelangt, müssen wir uns vor­tasten, um keine Fehler zu machen. Gleichzeitig wären wir bereit, auf die Barrikaden zu gehen. In dieser Situation ist es gut, die Möglichkeit zu haben, auf ungefährliche Art Dampf abzulassen. Etwa über Situationen, die uns physisch fordern, bei denen wir jedoch keine wichtigen Unterstützungen aufs Spiel setzen. Dass in unserem Leben in der letzten Zeit einige Gewiss­heiten ins Wanken geraten sind, kann in uns nämlich ein Bedürfnis auslösen, «Tabula rasa» zu machen. Dabei können wir dazu neigen, radikal vorzugehen, und es besteht die Gefahr, dass wir «das Kind mit dem Bade ausschütten», indem wir Bindungen, die uns wichtig sind, leichtfertig aufs Spiel setzen. Die Zeit verlangt zwar von uns, dass wir aus der Komfortzone treten, Neues ausprobieren und unsere Entwicklung lähmende Routinen über Bord werfen. Nur so können wir neue Potenziale und Gelegenheiten erkennen, die sich frisch auftun. Aber wir müssen die Kräfte der Veränderung, die zurzeit auf uns einwirken, integrieren, statt über problematische Schnelllösungen gleich zum vermeintlichen Befreiungsschlag ausholen zu wollen. Astrologisch stehen wir zurzeit nämlich in Resonanz mit zwei Faktoren, die uns zu unterschiedlichen Dingen antreiben.

Starker Drang nach Entfaltung

Die Konjunktion des Widder-Neumondes mit der Lilith vom 24.März, die bis weit in den April den ganzen Widdermonat beherrscht, erzeugt bei beiden Geschlechtern einen Drang, Grenzen zu sprengen und neue Wege zu gehen. Insbesondere wenn wir uns auf diese Weise von Konventionen abgrenzen und Neues ausprobieren können. Auf diese Aufforderung reagieren Frauen in besonderem Masse, wenn sie im Umgang mit Männern in Situationen geraten, in denen sie ein Machtgefälle spüren. Lilith verlangt nämlich nach Begegnungen auf Augenhöhe. Auch wenn sich in der jüngeren Generation viele Männer die Gleichwertigkeit der Geschlechter zu eigen gemacht haben, gibt es nach wie vor etliche Geschlechtsgenossen, die sich in patriarchalen Strukturen wohler fühlen und diese weiter propagieren. Auch diese werden in diesen Zeiten aber durch die Reaktionen von Frauen zu einem ausgewogeneren Miteinander der Geschlechter motiviert.

Schuldgefühle bei Durchsetzung

Ein Hin und Her zwischen dem Drang nach Durchsetzung und der Angst, andere zu überfahren, ergibt sich aus der gleichzeitigen Anwesenheit von Chiron, der Einseitigkeiten der Lilith in Schach hält. Seine Wirkungsweise kommt darüber zum Ausdruck, dass er Schuldgefühle erzeugt, wenn wir uns anderen gegenüber auf egoistische Art behaupten. Diese überwinden wir, indem wir den Dialog suchen. Zusammen können die beiden Faktoren uns dazu anspornen, im Umgang miteinander neue Wege zu suchen. Im optimalen Fall finden wir zwischen persönlicher Erneuerung über einen individuellen Lebensweg und tatkräftig gelebtem Mitgefühl eine neue Synthese. Dabei machen wir die Erfahrung, in einer anspruchsvollen Zeit zu leben, die uns mit völlig neuen Erkenntnissen konfrontiert und auf verwandelnde Einsichten ausmündet.