WOCHENSTERNE: Zwischen Vergangenheit und Zukunft

Während uns die Sonnenfinsternis vom 26.Dezember übermütig machte, konfrontiert uns die Mondfinsternis vom 10.Januar mit unerledigten Dingen aus der Vergangenheit. Es ist Zeit, Bilanz zu ziehen und aufzuräumen. Das sagen uns die Sterne vom 9. bis 15.Januar.

Claude Weiss
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Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieser Kolumne ein gutes neues Jahr und hoffe, dass Sie gut gestartet sind. Das Jahr 2020 dürfte den meisten von uns einiges abfordern. Nicht weniger als drei Zyklen von langsam laufenden Planeten gehen in diesem Jahr zu Ende und starten neu. Dabei kommt im gesellschaftlichen und kollektiven Bereich eine Phase von rund 40 Jahren zu einem Abschluss. Zwischen 1980 und 1982 begann mit Ronald Reagan und Margaret Thatcher ein Prozess der Globalisierung, der Liberalisierung und der Befreiung des Handels von Hindernissen, der auch zum ungebrochenen Aufschwung Chinas führte. Die Devise lautete gemäss dem Waagezeichen, wo die Zyklen starteten, dass wir von Öffnung der Märkte und Zusammenarbeit alle profitieren. Die entgegenkommende Waage geht aber auch gerne den Weg des geringsten Widerstandes und dies bedeutet, dass ausgeholfen wurde, wo man konnte, um nach Möglichkeit noch ein Geschäft zu machen. Mit dem Resultat, dass Staaten, Firmen und Private weltweit einen bisher nicht da gewesenen Schulden­berg angehäuft haben, was dazu zwingt, die Zinsen auf null oder darunter zu drücken, um das System nicht zu gefährden. Damit wird aber die Sicherheit des Sparens und der Altersvorsorge untergraben. Mit dem Start der neuen Zyklen im Steinbockzeichen wird dieses System nun in Frage gestellt. Dies zeigt sich bereits darin, dass der freie Handel aufgrund von Zöllen behindert wird. Auch fordert Saturn als Herrscher von Steinbock und Wassermann dazu auf, Verantwortung für die eigene Situation zu übernehmen, und dies gilt sowohl für Länder als auch für Individuen. Wir treten mit dem Jahr 2020 in eine neue Epoche ein.

Seines Glückes Schmied

Mit den neuen Zyklen beginnt eine Zeit, in welcher wir auch individuell vermehrt Verantwortung für unseren Werdegang übernehmen sollten. Indem wir unsere Energien auf den Lebensbereich richten, der uns motiviert, und auf diesem Sektor besondere Stärken aufbauen, bringen wir uns in Stellung, um die kommende Zeit optimal zu meistern. Durch methodisches Vorgehen und die Bündelung unserer Kräfte bauen wir unsere Fähigkeiten auf besondere Weise aus und wachsen damit über den Durchschnitt. In diesem Sinne gehört die Zukunft vermehrt der/dem Tüchtigen, denn es wird immer weniger möglich, sich vor allem aufgrund guter Kontakte und Beziehungen durchzuschlagen. Wer älter ist, sollte sich auch selbst darum kümmern, dass die eigenen Ersparnisse und Altersguthaben solide angelegt sind, statt sich darauf zu verlassen, dass andere dies auf zuverlässige Weise an unserer Stelle tun.

Motiviert durchs Leben gehen

Auch diese Sorge um die eigene Zukunft gehört zur Verantwortung, die jeder für seine Situation selbst übernehmen sollte. Das Jahr 2020 dürfte mit einigen Aufforderungen zum Loslassen aufwarten. Umso wichtiger ist es in einer solchen Zeit, auf unsere innere Stimme zu hören, die uns sagt, was für uns stimmig ist und sich gut anfühlt. In solchen Phasen unseres Lebens brauchen wir in besonderer Weise das Gefühl, im Einklang mit unserer inneren Natur zu handeln.