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Im selbst getrunkenen Boot auf dem See

Verrückte Konstruktionen basieren häufig auf einer Bieridee. Das Projekt der Hobbykapitäne Sascha Kottmann (47) und Markus Hitz (45) verdient diese Bezeichnung mehr als andere.
Roger Rüegger
Sascha Kottmann (links) und Markus Hitz in ihrem Bierbüchsenboot auf dem Hallwilersee. (Bild: zvg (Meisterschwanden, 19. August 2018).)

Sascha Kottmann (links) und Markus Hitz in ihrem Bierbüchsenboot auf dem Hallwilersee. (Bild: zvg (Meisterschwanden, 19. August 2018).)

Stahlbauer Kottmann und Betriebsmechaniker Hitz haben aus 2000 Bierbüchsen ein Boot gebaut. Entstanden ist der Plan, als Kottmann mit einem Pick-Up einkaufen ging. Da sein Lieblingsbier als Aktion angeboten wurde, füllte er die Ladebrücke und deckte gleich auch den Bedarf für Hitz ab.

1000 Liter Bier sind auch für die starken Männer kein Schleck. So stellten sie sich die Frage: Was macht man mit so viel Bier – und Dosen. «Wir entschieden uns für das Boot. Die Idee schlummert seit 20 Jahren in mir. Ich sah so etwas einmal in Australien», sagt Kottmann. «Wir erzählten einigen Leuten davon und wurden prompt darauf angesprochen. Die Schlinge zog sich zu. Wir mussten ein Resultat liefern.»

Die technisch versierten Handwerker fanden mit Hosentaschenphysik heraus, dass sich Büchsen mit einem Montagekleber miteinander befestigen lassen. Der Schiffsboden war rasch angefertigt. Die erste Wasserung erfolgte in Kottmanns Pool in Fischbach-Göslikon. Der Aargauer mit Heimatort Schongau ist noch immer begeistert: «Es zeigte sich, dass der Boden sehr stabil und kompakt ist. Die Büchsen, die wir mit den Öffnungen nach unten montierten, haben eine hohe Auftriebskraft. Die Konstruktion trägt unser Gewicht locker.» Das Büchsenboot hat wenig Tiefgang. Es scheint fast, als ob es sogar auf einer feuchten Wiese schwimmen könnte.

Am 19. August liessen sie das rund 80 Kilogramm schwere Boot in Meisterschwanden auf dem Hallwilersee zu Wasser. Zwei Stunden verbrachten sie auf dem See. Für die Fortbewegung dient eine Schiffschraube, die mittels Akkubohrmaschine angetrieben wird. Fazit der Jungfernfahrt: «Wer kann ausser uns schon behaupten, auf einem selbst getrunkenen Bierschiff einen Cervelat grilliert zu haben», sagt Hitz.

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