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Vortragsreihe in St.Gallen widmet sich zyklischen Prozessen

Kreisläufe bestimmen einen grossen Teil der Vorgänge in der Natur und Technik. Das geht von biochemischen Prozessen in der Zelle bis zur Gebirgsbildung, wie eine Vortragsreihe der St.Gallischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zeigt.
Bruno Knellwolf
Jelly Fish in the ocean

Jelly Fish in the ocean

In der Natur dreht sich vieles im Kreise. Aber nicht alles. «Die Zeit an sich ist linear wie auch radioaktive Prozesse», sagt Toni Bürgin, Direktor des Naturmuseums St.Gallen und verantwortlich für die Vortragsreihe der St.Gallischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft, die morgen mit dem Thema «Im Kreis herum» beginnt. Doch auch in der Zeit können Vorgänge zyklisch sein. Der Tag, das Jahr, das, was uns die Uhr zeigt. Als erstes bemerkten die Menschen den Zyklus der Jahreszeiten, wie Tausende Jahre alte Zeugen zeigen. Die Anlagen von Stonehenge oder die Himmelsscheibe von Nebra nehmen Bezug auf die Sonnenwende.

Erst später wurde erkannt, dass die Rotation der Erde um die Sonne ein Kreislauf ist. Dass Kreisläufe oft keinen klaren Start und Zielpunkt haben und im Laufe der Zeit immer wieder an ihren Ursprungsort zurückkehren.

Ein lebender Organismus ist immer gefordert

Angefangen wird im Kleinen, mit biochemischen Prozessen im Zellinnern, welche Annemarie Honegger von der Universität Zürich erklärt. Immer wieder ist ein lebender Organismus gefordert. Denn er steht nie im Gleichgewicht mit seiner Umgebung. Ständig braucht er Energie, um sich zu behaupten und zu vermehren. Diese kann aus anorganischen Quellen kommen, aus den Strahlen der Sonne, über die mittels Fotosynthese Zucker gewonnen wird oder aus dem Abbau organischer Substanzen zu Kohlendioxid und Wasser, der Verbrennung. Honegger erklärt, dass der Mechanismus, der die Energie aus den verschiedensten Quellen in biologisch verwertbare chemische Energie umwandelt bei allen irdischen Lebewesen derselbe ist – von Bakterien bis zu Pflanzen und Tieren. Das Adenosin-Triphosat ist der universelle Energieträger der Zelle. Innerhalb eines Tages setzt ein Mensch ungefähr sein eigenes Körpergewicht an Adenosin-Triphosat um. Möglich macht das eine Nanomaschine, in die man nur dank der modernsten Elektronenmikroskopie blicken kann.

In der Vortragsreihe wird auch über einen Zyklus gesprochen, der auf den ersten Blick eine Möglichkeit zum ewigen Leben bietet. Manche Quallen können sich nach starken Verletzungen in ein früheres Lebensstadium zurück verwandeln. Dank Stammzellen, die zur Verjüngung beitragen – zum ewigen Leben reicht es der Qualle Turritopsis dohrnii allerdings doch nicht. Das könnte man eher vom Granit sagen. Doch sogar in der Gesteinwelt gibt es zyklische Prozesse, wenn auch über extrem lange Zeiträume: Granit verwittert, wird als Tonstaub in die Meere gespült, dort zu Tonstein, der Millionen Jahre später bei der Gebirgsbildung zu Schiefer und Gneis werden kann.

Vielfältiges Programm

«Im Kreis herum – zyklische ­Prozesse in Natur und Technik» heisst die Vortragsreihe der St. Gallischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft (NWG). Sie findet jeweils am Mittwoch um 20.15 Uhr, im Hauptgebäude der Universität St. Gallen statt.
26.9.: Die Energieversorgung der lebenden Zellen. Annemarie Hon­egger, Universität Zürich
10.10.: Der Zyklus der Sonnenflecken und ihr Einfluss auf die Erde. Lucia Kleint, FNW.
24.10.: Die Zukunft von Verbrennungsmotoren. Christian Bach, Empa Dübendorf
7.11.: Der Generationenzyklus der Quallen – eine Überlebensstrategie. Peter Schuchert, Muséum d’Histoire naturelle de Genève
21.11.: Warm und kalt – im Zyklus der Eiszeiten. Oskar Keller, Quartärgeologe
5.12.: Vom Granit zum Ton und zurück zum Granit. Jürg Meyer, Geologe und Bergführer

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