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Kälte macht schlanke Babys

Babys, die im Winter gezeugt werden, haben Glück: Sie profitieren von einer besseren Fettverbrennung.
Bruno Knellwolf
Ein menschlicher Fötus in der Gebärmutter.

Ein menschlicher Fötus in der Gebärmutter.

Der Einfluss aufs Kind beginnt schon vor der Zeugung, das bestätigt ein internationales Forscherteam unter der Leitung von ETH-Professor Christian Wolfrum. Hält sich der Vater vor der Zeugung in der Kälte auf, haben die Nachkommen mehr aktives braunes Fettgewebe. Und hat der Spross viel davon, darf er sich glücklich schätzen.

Dieses unterhalb der Zunge, im Bereich des Schlüsselbeins und der Wirbelsäule vorkommende Gewebe hilft beim Verwerten überschüssiger Energie, schreibt die ETH Zürich. Je mehr man von dem Gewebe hat und je aktiver es ist, desto geringer ist das Risiko für eine Person, übergewichtig zu werden oder Stoffwechselerkrankungen zu entwickeln.

Temperatur beeinflusst nur Väter

Herausgefunden haben die Forscher das anhand von Mäusen. Dabei zeigte sich auch ein Zusammenhang zwischen der Temperatur bei der Zeugung und braunem Fett beim Menschen. Die Forscher analysierten computertomografische Bilder von 8400 Erwachsenen. Dabei zeigte sich, dass Personen, die im Winter gezeugt worden sind und somit von Juli bis November Geburtstag haben deutlich mehr aktives braunes Fettgewebe haben als Menschen mit Geburtstag von Januar bis Juni.

Es zeigte sich bei den Untersuchungen der Mäuse auch, dass die Umgebungstemperatur keinen Einfluss auf die Mütter, sondern nur die Väter hat. Die Information zur Aufenthaltstemperatur des Vaters wird über eine epigenetische Prägung der Spermien an den Nachwuchs weitergegeben. Wolfrum weist darauf hin, dass in den USA oft über Übergewicht geklagt wird, und genau dort die Innenraum-Temperaturen höher gehalten werden als früher. Wer nun einfach vor dem Sex in ein Eisbad sitzt, wird wohl deswegen keine schlanke Babys erhalten. Wahrscheinlich sei für eine epigenetische Prägung eine längere Kälteexposition notwendig, sagt Wolfrum.

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