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Kolumne

Postkarte aus Scharbeutz: Karibik an der Ostsee

Ursula Wegstein

Kein bisschen Etepetete und weitaus weniger chic als die Ostseeinseln Rügen oder Usedom kommt Scharbeutz in der Lübecker Bucht vollkommen bodenständig daher. Das mag daran liegen, dass es den Adel der Kaiserzeit vor allem an die Seebäder in Mecklenburg und Vorpommern zog und das ehemalige Fischerdorf Scharbeutz erst in den 1960er- und 1970er-Jahren zum Tourismusort wurde, als ein Grossteil der deutschen Ostseeküste für Westdeutsche nicht mehr erreichbar war.

Statt Prachtvillen prägen Betonbauten das Ortsbild. In den letzten Jahren hat sich Scharbeutz jedoch herausgeputzt: Mit einer Dünenmeile auf Holzbohlen, an der sich Cafés und Restaurants aneinanderreihen. Davor der Strand, an dem sich Strandkörbe statt Liegestühle dicht zusammendrängen. Hier lebt man eine lässige Alles-kann-nichts-muss-Philosophie.

Doch die Hauptrolle spielt hier das Meer: türkisfarben und klar, 25 Grad Wassertemperatur. Dazu weisser Sand. Das ist Bacardi-Feeling an der Ostsee.

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