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Käsen und Kräutersammeln in der 5-Sterne-Version

Bergdestinationen kämpfen immer kreativer um mehr Gäste im Sommer. Doch auch hier geht das Luxus-Hotel Chedi in Andermatt seinen eigenen Weg.
Sasa Rasic
Architektonischer Genuss: das Chedi Andermatt. (Bild: PD)
Traditionelles Handwerk für Touristen: das Käsen. (Bild: Getty)
2 Bilder

Käsen und Kräutersammeln in der 5-Sterne-Version

Mittlerweile ist es fast fünf Jahre her, dass Andermatt zu seinem speziellen Luxus-Hotel gekommen ist. Ende 2013 wurde das «Chedi» eröffnet. Seitdem kann sich das Projekt von Investor Samih Sawiris nicht über einen Mangel an Aufmerksamkeit und Auszeichnungen beklagen – darunter «Hotel des Jahres 2017» von Gault-Millau Schweiz und den Spitzenplatz im Hotelrating der «Sonntags-Zeitung» 2018/2019.

Dies spiegelt sich in der Auslastung des Hauses, welche in der Zwischenzeit bei fast 60 Prozent liegt. Dabei ist zu bedenken, dass im Unterschied zu anderen Alpendestinationen das «Chedi» praktisch das ganze Jahr über offen gehalten wird. Wo im Winter vor allem Witterung und Lage für einen Besuch in Andermatt ausschlaggebend sind, muss man für den Sommer tiefer in die Ideenkiste greifen.

Mit dem Porsche auf die Alp

Die Lösung, welche das «Chedi» dafür präsentiert, ist typisch für die kreative Eigenwilligkeit des Hauses. So werden als traditionell wahrgenommene Sommerausflüge mit dem gewissen Etwas angeboten. Ähnlich wie die Architektur des Hauses, welche mit dem Einsatz von Holz Bodenständigkeit vermittelt, dabei jedoch kein Geheimnis über die Aufwendigkeit seines hochwertigen Designs macht.

Zur Lancierung der Angebote hat das «Chedi» zur Pressereise eingeladen und präsentiert seine Version des Käsens für die Gäste. So geht es von Andermatt aus etwa ins Isental und rauf auf die Musenalp. Statusgemäss werden die «Chedi»-Gäste mit dem Porsche bis zur Seilbahn chauffiert. Unter fachkundiger Anleitung kann man selber Hand anlegen und sich einen eigenen Alpkäse-Laib herstellen. Ein besonderes Vergnügen ist dies vor allem, falls man zuvor den fünf Meter hohen Käseturm aus Glas besuchen konnte und das Gefühl bekommt, Ähnliches zu produzieren, wie die zuvor bewunderten Köstlichkeiten. Doch das Käsen ist dabei nicht simples Schaulaufen, um schliesslich einen bereits zuvor gereiften Käse mit nach Hause zu nehmen. Der selber hergestellte Käselaib wird den Gästen nach 4 bis 6 Wochen im Käsekeller als einzigartiges Souvenir per Post nachgeschickt.

Vogelperspektive über riesigem Kräutergarten

Vor allem für ausländische oder bergunkundige Gäste stellen auch die Ausflüge rund um die kleinen Transport-Seilbahnen eine ungewöhnliche Attraktion dar. Während Seilbahn-Neulinge wohl etwas Überwindung brauchen, können Einheimische mit wissendem Blick und beruhigenden Worten Sicherheitsbedenken über das schaukelnde Gefährt auflösen und über diese regionalen Transporteigenheiten aufklären. Während der Fahrt verschlägt es jedoch beiden wohl die Sprache anhand der neu gewonnenen Vogelperspektive über der rohen Schönheit der Urner Bergwelt.

Auf keinen Fall nur für Veganer und Nichtschwindelfreie präsentiert sich die Kräuterwanderung als weitere Alternative. Mit lokalen Experten – allen voran dem Andermatter Dorforiginal und Kioskbesitzer Bänz Simmen. Andermatt und Umgebung offenbaren sich hier quasi als ein riesiger Kräutergarten. Dabei erfährt man allerlei Unbekanntes über die heimische Pflanzenwelt – von Gefahren durch giftige Exemplare bis hin zu medizinischen Anwendungen. Die Beeren und Kräuter können gleich degustiert werden und bescheren einem ungewöhnliche Aromen und Geschmackserlebnisse – wie etwa die Brunnenkresse, welche am besten an einem Wasserfall gedeiht und beim Zerbeissen an den von Sushi-Gerichten bekannten japanischen Meerrettich Wasabi erinnert. Die schwerste Entscheidung dabei ist, ob man den Blick für die Suche nach unten richtet, um fündig zu werden, oder ob einem der Ausblick noch lohnenswerter erscheint.

Andermatt soll mehr als das «Chedi» sein

Auch als Wanderung angeboten wird das «Goat Trekking», wobei man begleitet von Ziegen die Bergwelt Andermatts erkundet und anschliessend gemütlich picknicken kann. Ebenfalls zur Auswahl stehen Mountainbike-Touren – wobei die elektrische Variante bei Steigungen mehr Zeit schafft für das Bewundern des Panoramas. Die Angebote werden jeweils mit Übernachtung im «Chedi» und aktivitätsspezifischen Zusätzen wie unter anderem dem Eintritt ins grosszügige Spa angeboten. Ab zwei Teilnehmern reichen die Preise für die Packages von 200 Franken pro Person («Goat Trekking») bis 845 Franken pro Person (Seilbahn-Tour). Mit diesen Ideen wird deutlich, dass die Verantwortlichen es Ernst meinen mit der Aussage, dass Andermatt mehr sein soll als das «Chedi» allein. Durch die Unterstützung einheimischer Experten wirken die Ausflüge authentisch und machen nie den Eindruck einer touristisch ausgeschlachteten Show.

Details zu den Angeboten auf www.thechediandermatt.com unter der Rubrik «Sommer».

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