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Keiner zu klein, Selbstversorger zu sein

Gemüse und Beeren vom eigenen Balkon? Eine Riesenernte gibt es da eher nicht, aber es gedeiht sehr vieles, und das macht auch bei kleinem Ertrag sicher grösste Freude.
Silvia Schaub
Auch mitten in der Stadt wächst Gutes heran. (Bild: Getty)

Auch mitten in der Stadt wächst Gutes heran. (Bild: Getty)

Ich träume davon, einen Schrebergarten zu haben, wo ich haufenweise Gemüse ziehen kann. In meinem Stadtgarten bin ich damit gescheitert. Der Boden ist einfach zu schwer und lehmig, die Lage zu schattig. Weil es also mit dem Schrebergarten bislang nicht geklappt hat, nutze ich eben meine Terrasse, die gut besonnt wird. Natürlich habe ich dort meine Tröge und Töpfe nicht nur mit Gemüse bepflanzt.

Mir gefällt vielmehr, Gemüse zwischen Zierpflanzen zu inszenieren und dabei noch etwas für den Teller ernten zu können. So wachsen Süsskartoffeln zwischen Lavendel und Prachtkerzen, Federkohl und Lauch neben Gräsern. Selbst Pflücksalat macht in den Lücken zwischen anderen Pflanzen eine gute Gattung. Er ist ideal für den Einstieg ins Gemüsegärtnern, weil er einfach zu ziehen ist.

Kleinwüchsiger Mais mit violetten Kolben

Es gibt noch einen Punkt, den ich an Duft- und Kräuter-Gemüse auf der Terrasse schätze: den sinnlichen Wohlgeruch. Erst recht, wenn der Salat, die Tomaten, der Lauch frisch geerntet auf den Tisch kommen. Eigentlich kann man fast alles anpflanzen, was nicht ausserordentlich viel Platz beansprucht.

Die Gartencenter haben dieses Marktsegment längst entdeckt und warten stets mit neuen, spannenden Sorten auf. So bekommt man neuerdings kleinwüchsigen Mais mit violetten Kolben, was zwischen Grünpflanzen sehr adrett aussieht. Auch Quinoa eignet sich für das Balkon-Beet (siehe auch Kasten).

Im herkömmlichen Gemüsegarten, wo man die Pflanzen intensiv zieht, ist die Bewirtschaftung, der Pflanzenschutz und die Düngung natürlich einfacher und der Ertrag grösser als beim Gemüse im Ziergarten. Das ist aber noch lange kein Grund, nicht doch auf dem Balkon ein bisschen auf Selbstversorgung zu ­machen. Wichtig ist, auf richtige Pflanzabstände und den Nährwert der Erde zu achten.

In Hochbeeten wächst’s schneller

Gemüse unterteilt man in schwach, mittel und stark zehrende Pflanzen und pflanzt sie der Fruchtfolge entsprechend: Nach stark zehrendem Gemüse wie Kohlsorten, Tomaten oder Kürbissen muss ein schwach zehrendes kommen (zum Beispiel Feldsalat, Kräuter, Radieschen), damit sich der Boden erholen kann. Das gilt auch in Töpfen.

Heute gibt es allerlei Gefässe, die ideal für Balkone und Terrassen sind. Mal abgesehen von Paletten, die zwar praktisch sind, aber meinem persönlichen Anspruch an die Ästhetik nicht genügen und etwas mehr Platz brauchen, findet man einfache, trendige und vor allem leichte Säcke sowie spannende Hochbeete aus Holz oder auch Metall, in denen man Gemüse ziehen kann. Ein Vorteil bei Hochbeeten ist übrigens, dass die Pflanzen darin schneller wachsen. Das deshalb, weil im Hochbeet die Pflanzerde über dem Boden steht und dadurch mehr Wärme erhält.

Noch etwas zum Ernten: Gemüse sollte man vorzugsweise am Morgen (nie über Mittag!) pflücken und idealerweise sogleich weiterverarbeiten.

Vom eigenen Balkon: Superfood und superscharf

«Jardin Suisse» stellt seine Frühlingskampagne unter das trendige Motto Superfood. Die Botschaft des Branchenverbandes der Schweizer Gärtnermeister: Superfood muss weder teuer sein noch von weit her kommen. Gemüse und Beeren, die prima für die Gesundheit sind, wachsen auch bei uns, im eigenen Garten oder auf dem Balkon.
Ob Rotkohl oder Kale (Feder- bzw. Grünkohl), ob Peterli, Broccoli, Busch-, Stangenbohnen, ob Heidel-, Sanddorn- oder Andenbeeren, ob Randen, Radiccio oder Rüebli – alles ist verfügbar. Und alles wächst vor der Haustür. Mit dem Vorteil, dass frisch gepflückte Produkte ihre positiven Wirkungen am besten entfalten.
Auch zum Superfood gezählt wird Chili. Den kann man ab Mitte Mai auspflanzen oder in Töpfen auf den Balkon stellen. Das Pflanz­gefäss sollte mindestens 20 cm Durchmesser aufweisen und Löcher haben, damit das Wasser abziehen kann. Um Staunässe zu verhindern, ist eine Drainage im untersten Topfteil ratsam, (z.B. Lavakügelchen oder Kies). Von mittelscharf bis teuflisch scharf: Chilis mögen ein Plätzchen mit viel Sonne in nährstoffreicher Erde (Langzeitdünger), die man gleichmässig feucht halten sollte. Befolgt man diese Tipps, kann man bald einmal für den eigenen Chili Feuer und Flamme sein. (red)

Superfood gibt es im Gartenfachhandel. Mehr Infos auch unter www.superfood-pflanzen.ch

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