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Kolumne

Das alles, und noch viel mehr ...
hätte noch Platz unterm Baum

Persönlich, zahlreich und mehr als lediglich
Materielles: Völlig unverfrorene Wünsche zu Weihnachten.
Susanne Holz
Susanne Holz.

Susanne Holz.

Soll man skrupellos zu seinen Wünschen stehen, an Weihnachten, dem Fest der Liebe? Ein ungestümes Rentier in mir flüstert: Wenn nicht jetzt, wann dann? Ein gütiger Engel findet: Liebe ist grosszügig, prinzipiell. Ein angeheiterter Weihnachtsmann poltert: Bescheidenheit ist keine Zier! Also gut. Sollten Sie grossmütig gestimmt sein – hier wäre eine hilfreiche Liste:

Generell mag ich Schmuck, Lippenstift, Parfum und schöne Unterwäsche. Auch hätte ich gerne ein Abo fürs KKL Luzern – ich bin aber auch schon mit einer Konzerteinladung zufrieden. Derzeit wünsche ich mir auf Tonträger die vierte Sinfonie von Brahms in e-Moll und die Doppel-CD «Springsteen on Broadway». Ich würde mich sehr über ein Date mit Bruce Springsteen oder ein Treffen mit Johannes Brahms freuen. Auch ein Treffen mit Johnny Cash wäre toll. Oder ein Date mit Richard Ford, Fatih Akin, Van Morrison, Gregor Gysi oder wem auch immer.

Oder ein Date mit Ihnen, falls Sie nicht gerade an Ebola erkrankt sind. Zudem wünsche ich mir hochwirksame Impf­stoffe gegen Ebola und sämtliche andere Krankheiten dieser Welt. Ein Haus am Meer, gerne mit Pool, steht auch auf meiner Liste. Zudem eine Wohnung in New York und eine lange Reise durch Nordamerika inklusive Neufundland und Hawaii.

Wünschenswert wären auch ein gelbes Velo (Kindheitstraum, seit ich als Sechsjährige mit ansah, wie meine Freundin ein solches zu Ostern bekam, während ich mich für das komische, grüne Velo eines älteren Bruders bedankte), ein Auto und allgemein niedrigere Mieten. Ich wünsche mir zudem viel Kollegialität und Kampfgeist in Zeiten des abnehmenden Lichts. Den Roman von Eugen Ruge, «In Zeiten des abnehmenden Lichts», gleich auch noch. Auf gar keinen Fall abzulehnen sind Sozialismus, Luxus, Jobs und Sex für alle. Die Quadratur des Kreises.

Ebenfalls ganz oben auf der Liste: ewige Jugend. Auch schon ein Kindheitstraum. Ich ahnte früh, dass es viel Zeit kosten wird, sein Glück zu finden. Ein zentraler Wunsch ist zudem: Alle Kranken mögen über Nacht gesunden. Und dass es bis in alle Ewigkeit Lehrer geben wird, die den Kindern vom Gebot der Nächstenliebe erzählen. Eltern vergessen das, im Trubel des Alltags. (Ab und zu sollten auch Bescheidenheit und Demut ein Thema sein.)

Zuletzt wünsche ich mir eine Einbürgerung in die Schweiz, die unkompliziert und gratis ist. Ich habe es noch immer nicht geschafft, Geld dafür zu sparen. Ich mag einfach zu gern Parfum und schöne Unterwäsche.

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