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Paar der Woche: Ehrlich gescheitert

Susanne Holz

Lilly und Boris Becker haben sich getrennt. Böse Zungen sagen, kaum seien die Millionen weg, ginge die Lilly. Böse Zungen halt. Es wird bei Boris und Lilly nicht viel anders sein als bei den vielen anderen Paaren auch, die sich trennen: Nicht die Millionen sind weg, die Liebe ist es. In diesem Fall einen Schlussstrich zu ziehen, ist ehrlich und konsequent. Den puren Schein zu wahren, sollte niemand nötig haben – schon gar nicht für die Öffentlichkeit. Was man an Boris schon immer mochte: Sein Talent für bürgerliches Wohlverhalten scheint wesentlich geringer zu sein als das für Tennis. Auch wenn er einen in Talkshows manchmal vom Gegenteil überzeugen wollte. In Zeiten, in denen sich in Deutschland der Innenminister plötzlich auch Heimatminister nennt und der neue bayrische Ministerpräsident... oh Gott, lassen wir das lieber, es ist ein Kreuz mit so viel Aufrecht und Senkrecht... In solchen Zeiten ist man froh um ein paar deutsche Promis, die, erfahren im Scheitern und in Besenkammern, mit sich selber hadern. Boris, Lilly, bleibt so, wie ihr seid, und alles kommt gut.

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