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Kolumne

Mein Bild: Ein Esel als Haustier – das wär’s doch

Studien belegen, dass Haustiere sich positiv auf das psychische Wohlbefinden von Menschen auswirken. Dafür müssen Tierhalter jedoch zuweilen auch einiges in Kauf nehmen. Darum plädiert die Autorin für einen zuverlässigen Esel.
Yasmin Kunz
Esel kennen keine Gefahr und eignen sich darum als Beschützer von Schafherden. Bild: Marie-Louise Elmiger (Altishofen, 27. Januar 2019)

Esel kennen keine Gefahr und eignen sich darum als Beschützer von Schafherden. Bild: Marie-Louise Elmiger (Altishofen, 27. Januar 2019)

Ich weiss: Im Mietvertrag steht, Haustiere seien nicht erlaubt. Dafür gibt es wohl gute Gründe – wie ich derzeit bei meinen Brüdern miterlebe. Beide haben sich eine junge Katze angeschafft. Gehorsamsbilanz: ungenügend. Sie erledigen zwar das Geschäft ordnungsgemäss im Kistchen, ansonsten werden sie ihrem Ruf treu: Sie sind eigensinnig und machen, was sie wollen.

Sie klettern die Vorhänge rauf und runter, kraxeln in den Ofen, sobald der aufgemacht wird, springen in den Geschirrspüler oder sitzen frech auf ein Tablar im Kühlschrank, sobald man etwas rausnehmen will. Es bahnt sich also eigentlich immer eine Katastrophe an.

Darum: Eine Katze «zu halten», steht bei mir nicht zur Diskussion. Was nicht heisst, dass ich diese Tiere nicht mag. Aber die ständige Alarmbereitschaft wäre mir zu stressig. Und ich will nicht nach Hause kommen und ein Trümmerfeld vorfinden. Dennoch glaube ich den Studien, die belegen, dass Haustiere das psychische Wohl der Menschen fördern – darum ist die Haltung eines solchen schon eine Überlegung wert.

Wie wäre es mit einem Esel? Ich liebe diese grauen Tiere. Schauen Sie nur mal diesen Blick an, welchen Marie-Louise Elmiger in Altishofen eingefangen hat. Richtig treuherzig. Gemäss Tierschutz sind es zuverlässige, robuste, genügsame und intelligente Tiere.

Das Exemplar auf dem Feld beschützt die Schafherde – das funktioniert, wie mein Laienauge beurteilen kann. Vielleicht droht aber auch Gefahr. Da Esel keine Fluchttiere sind und sich nahezu jeder Gefahr stellen, formieren sich die Schafe um ihren Leibwächter. Zudem eignen sich Esel auch zum Lastentransport, wie das Foto veranschaulicht.

Im Grunde spricht also vieles dafür, einen Esel zu halten: Sie kriechen weder in einen Ofen, noch kraxeln sie Vorhänge hoch. Sie sind nicht eigenwillig, sondern integrieren sich in eine Umgebung und verfügen über einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, der jede Alarmanlage und jedes piepende Antikatzengerät in den Schatten stellt. Was meinen Sie, Herr Vermieter?

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