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Einmaleins

Chefredaktor Jérôme Martinu über die Initiative, welche das Verschwinden von den stark benutzten 32 Carparkplätzen auf dem Stadt­luzerner Inseli hinter dem KKL fordert.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu

Jérôme Martinu

Es brodelt wieder einmal verkehrspolitisch in der grössten Zentralschweizer Kommune. Die stark benutzten 32 Carparkplätze auf dem Stadt­luzerner Inseli hinter dem KKL sollen verschwinden – grundsätzlich ein valabler Vorschlag. Über die Juso-Initiative wird am 24. September abgestimmt. Das Problem: Es gibt keine taugliche Ersatzlösung für die wegfallenden Carplätze. Der Stadtrat stützt die Initiative und hat es nicht für nötig befunden, der Radikalvariante einen konstruktiven Gegenvorschlag entgegenzustellen. Auch ordnungspolitisch steht der seit langem gefällte Stadtratsentscheid quer: Erst jetzt startet die Exekutive Gespräche mit den Direktbetroffenen.

Kein Wunder, formiert sich geballter Widerstand: Tourismus- und Wirtschaftsverbände, Hotel- und Gastroszene, Schifffahrtsgesellschaft SGV, die Parteien FDP, CVP und SVP und sogar die Schausteller von der Määs bekämpfen die Initiative. Der Stadtrat gibt sich darob verwundert, da dieselben Kreise eine Salle Modulable auf dem Inseli befürwortet hätten, «inklusive Aufhebung der Carparkplätze». Das ist ein wenig zählbares Argument. Denn als die Salle-Diskussion noch lief, bestand mit dem Musegg-Parkhausprojekt immerhin noch die Aussicht auf eine Car-Lösung mitten im Zentrum. Inzwischen ist diese Diskussion gebodigt, und die stadträtliche Strategie will Touristenbusse primär an die Stadtränder lotsen. Wobei die Verkehrshaus-Brüelmoos-Pläne grandios gescheitert sind und die Car-Auslagerungsidee nach Kriens auf massiven Widerstand stösst.

Über 1 Milliarde Franken beträgt die touristische Wertschöpfung jährlich im Kanton Luzern. 69 Prozent davon entfallen auf die Stadtregion. Die Frage sei erlaubt: Gibt der Stadtrat dem ökonomischen Einmaleins genügend Gewicht?

Jérôme Martinu, Chefredaktor

jerome.martinu@luzernerzeitung.ch

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