Kolumne

Fressen, bis sich der Balken biegt

Janine Gloor
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Manchmal löst ein Wort einen Leserbrief aus. Ein Leser regte sich über die Verwendung von «Fressbalken» für die Raststätte Würenlos auf. Fressen sei für Tiere, schrieb er. Und unterstellte dem «Badener Tagblatt», seinerzeit den Namen «Fressbalken» erfunden zu haben.

Dass die Zeitung «Fressbalken» lanciert hat, ist unwahrscheinlich. Das «Badener Tagblatt» hat bei der Eröffnung der Raststätte 1972 mit Mövenpick Kampagnen durchgeführt und kaum gleichzeitig den «Fressbalken» eingeführt. Damals versäumten es die Brückenbauer, der Raststätte einen eingängigen Namen zu geben. Die Bezeichnung «Fressbalken» stammt wohl aus dem Volksmund. Gab es doch bei der Eröffnung insgesamt sechs Restaurants. Dort einzukehren, war ein mondänes Vergnügen.

Der Name «Fressbalken» dagegen ist zugegebenermassen ein bisschen vulgär. Er setzte sich trotzdem durch – oder gerade deswegen.