Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Kolumne

#Januhairy: Lasst die Achselhaare wuchern

Auf Instagram zeigen Frauen unter dem Hashtag #Januhairy ihre Körperbehaarung. Mitten im Winter, wo normalerweise sowieso alle einschlägigen Körperteile bedeckt bleiben, ist das mässig mutig.
Odilia Hiller
Rasieren oder nicht? Alles Geschmackssache. (Bild: Getty)

Rasieren oder nicht? Alles Geschmackssache. (Bild: Getty)

Alle paar Jahre entdeckt eine Frauenbewegung, dass am weiblichen Körper an den verschiedensten Orten Haare wachsen. Daraufhin stellen sich die Aktivistinnen jeweils die Frage, wie viel Sinn es eigentlich ergibt, den Überresten von prähistorischem Fellwuchs mit Rasierklingen, Epiliermaschinen und klebrigem Zeugs zu Leibe zu rücken.

Im Jahr 2019 rollt die neueste Stoppelwelle standesgemäss über Instagram an. Unter dem Hashtag #Januhairy ruft eine Britin zur Einstellung sämtlicher Enthaarungsbemühungen auf. Während eines Monats sollen Frauen wachsen lassen, was sie sonst in zeitraubenden Verfahren entfernen. Tausende haben dem Aufruf schon Folge geleistet und belegen dies mittels haariger Selfies.

Das lässt sich natürlich nicht kritisieren, denn schliesslich geht es um «Body Positivity»: das Akzeptieren des Körpers, so wie er ist. Ob das im Januar, wo frau die meiste Zeit von Kopf bis Fuss in wärmenden Textilien steckt, ein richtig provokantes Statement ist, kann man sich allerdings fragen. Um einiges mutiger wäre ein #Julhairy oder ein #Stoppelaugust.

Mehr zum Thema:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.