Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Lavieren? Korrigieren!

Jérôme Martinu über die Halbzeit-Bilanz zur Regierungsarbeit im Kanton Luzern.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu

Jérôme Martinu

«Luzern befindet sich momentan im Modus Stillstand.» So konstatiert es die grösste Partei im Kanton, die CVP. Fehlende Antworten zur Finanz- und Steuerpolitik machten Luzern «teilweise zum Gespött der Nation». Die Halbzeit-Bilanz zur Regierungsarbeit in der seit Frühling 2015 laufenden Legislatur fällt, nicht zu Unrecht, hart aus. Die GLP fasst den Gesundheitszustand so zusammen: «Konservativ statt liberal, rückwärtsgewandt statt fortschrittlich, verwaltend statt visionär.» SP und SVP vermissen in der fünfköpfigen bürgerlichen Männerregierung die Teamarbeit sowie Führungsstärke. Die Grünen sehen die Exekutive «von einer Feuerwehrübung zur nächsten» straucheln. Mit dem Blick nach vorne urteilt die FDP: Der Regierungsrat müsse nun «deutlich mutiger und offensiver aufzeigen, wo er Prioritäten setzt». Klar ist für alle: Die schwierige Finanzlage ist Hauptgrund für das Treten an Ort.

Die Misserfolge sind benannt, die Baustellen bekannt. Die Luzerner Regierung tut gut daran, die Kritik anzunehmen. Selbst wenn sie weiss, dass sie auch Erfolge erzielt hat. Nun, da der Kassenzettel auf dem Tisch liegt, ist es höchste Zeit für eine neue Rechnungsperiode. Schluss mit retrospektivem Lavieren, jetzt geht’s an das vorausschauende Korrigieren: kooperativ, konstruktiv, kreativ sein, Lösungen entwickeln statt Ideen zerzausen, priorisieren statt gleichschalten. Was für die Regierungsräte essenziell sein muss, gilt genauso für die Kantonsratsparteien und alle politisch bedeutsamen Verbände und Institutionen. Konkrete Gelegenheit dazu gibt’s schon bald: Nach der Abstimmung vom 21. Mai zur geplanten Steuererhöhung stellt die Regierung im Juni ein neues Finanzleitbild vor. Je schneller hier ein Konsens erzielt wird, umso rascher kann sich Luzern wieder auf seine Stärken besinnen.

Jérôme Martinu, Chefredaktor

jerome.martinu@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.