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Kolumne

Mit Michael Douglas durch die Jahre

Die Liebe in Zeiten von TV bis Netflix: Wie Schauspieler einen durchs Leben begleiten.
Susanne Holz
Susanne Holz

Susanne Holz

Manche Schauspieler begleiten einen treuer durchs Leben als Familienmitglieder. Man wird zusammen älter, «trifft» sich immer wieder via Bildschirm oder Leinwand, erfreut sich am wachsenden Charisma und der stetig grösser werdenden Weisheit und Güte (des Schauspielers) – und ist manchmal einfach dankbar, dass weder die Ikone noch man selbst zwischenzeitlich unter die Räder gekommen ist. Leben, Gesundheit, alles noch da.

Michael Douglas ist so eine Ikone. Ins Herz schloss man ihn als Primarschülerin in den Siebzigern – beim Schauen der Krimiserie «Die Strassen von San Francisco». Diese Serie war eine der wenigen Schnittmengen, die man mit dem Vater hatte, und wohl auch der ganz persönliche Ausgangspunkt zu einer diffusen Schwärmerei für die USA. Karl Malden als Detective Lieutenant Stone und Michael Douglas als Inspector Heller – das hatte schon was. Die beiden, ein Paar wie Vater und Sohn, begleiteten durch lichte Kindheitsabende, die Hausaufgaben waren gemacht, die Zukunft verlockend, und vom Bildschirm leuchtete die Unbeschwertheit der Siebzigerjahre ins Wohnzimmer. Die Unterhaltung war perfekt, auch wenn Douglas, 1972 beim US-Start gerade mal 28 Jahre jung, noch sehr unschuldig, glatt und geföhnt aussah.

Das deutschsprachige Fern­sehen zeigte 1979 die letzte Episode um die Sympathieträger auf Verbrecherjagd. Douglas hatte sich inzwischen als Produzent von «Einer flog über das Kuckucksnest» (1975) einen Namen gemacht – man selbst ging weiter brav zur Schule und begegnete Douglas als Teenie im Kino wieder: in «Wall Street» oder in «Eine verhängnisvolle Affäre» (beide 1987).

Jahre später taucht er plötzlich wieder auf, der gute alte Wegbegleiter Michael Douglas. Bei der Marvel-Comicverfilmung «Ant-Man» (2015) trifft man auf ihn – in der Gestalt des Biochemikers Dr. Hank Pym, welcher nach einem missglückten Experiment mit Insekten kommunizieren und sie kontrollieren kann. Nun schaut man ihm nicht mehr zusammen mit dem Vater oder der Teenie-Freundin zu, sondern mit dem zehnjährigen Sohn – das ist cool. Cool auch, wie Michael Douglas seit November in der Netflix-Serie «The Kominsky Method» auftritt – als in die Jahre gekommener Schauspiellehrer Sandy Kominsky an der Seite seines Freundes Norman, gespielt vom wahnsinnig fitten Alan Arkin (84).

Gut gealtert ist auch Douglas, inzwischen 74. Nicht nur die Haare trägt er viel lässiger als in den Siebzigern, auch alles andere. Wir bleiben zusammen, Michael, danke!

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