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Paradoxe Strategie

Chefredaktor Harry Ziegler über die Förderung erneuerbarer Energien im Kanton Zug.
Harry Ziegler,
Harry Ziegler

Harry Ziegler

Geht es nach der Energiestrategie 2050 des Bundes, sollen erneuerbare Energien gefördert werden. Das tönt hervorragend – nur gilt ausgerechnet für kleine Wasserkraftwerke diese Förderung nicht. Denn: Neue Anlagen, die weniger als 1 Megawatt Leistung erbringen, erhalten kein Geld mehr aus den Einnahmen der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV). Schweizweit sind fast 350 derartige Projekte auf der Warteliste, etwa hundert wären baureif. Sie könnten Strom für gut 100 000 Schweizer Haushalte produzieren.

Unter diesen Projekten gibt es das eine oder andere aus dem Kanton Zug. Allesamt Erneuerungsprojekte bestehender Anlagen. Die Umsetzung dieser Projekte wird nicht nur vom Bund behindert, auch Umweltverbände haben gegen die im Kanton Zug geplanten Sanierungen der Kleinkraftwasserwerke Hammer in Cham, Frauenthal in Cham, Obermühle in Baar und Innere Spinnerei in Unterägeri Einsprachen erhoben. Der Gang durch die Instanzen dauert noch an. Alle Fälle liegen momentan beim Regierungsrat, beim Zuger Verwaltungs- oder Bundesgericht.

Es ist anzunehmen, dass die meisten der 18 Zuger Wasserkraftwerke eine Leistung von unter 1 Megawatt erbringen. Für alle diese dürfte sich mit dem Entscheid des Bundes keine weitere Investition ins Werk lohnen. Sie haben letztlich nur zwei Möglichkeiten: Sie nehmen ihre Werke vom Netz, wenn Investitionen anstehen, oder sie nehmen Investitionen vor, bleiben auf den Kosten sitzen und beten um höhere Strompreise. Es ist paradox. Erneuerbare Energien sollen zwar gefördert werden, aber denen, die klein sind, aber vor Ort erneuerbare Energie produzieren, wirft nun auch noch die Politik Knüppel zwischen die Beine.

Harry Ziegler

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

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