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Projekt arbeitslose Expats: Ideen brauchen Zeit

Chefredaktor Harry Ziegler über das Projekt vom Verein für Arbeitsmarktmass­nahmen, welches arbeitslosen Expats in der Schweiz helfen will.
Harry Ziegler
Harry Ziegler

Harry Ziegler

Der Zuger Verein für Arbeitsmarktmass­nahmen (VAM) nimmt sich arbeitsloser, gutqualifizierter Expats an. Damit ist man in Zug schweizweit Vorreiter. Die Zahl solcher Expats – vorerst kümmert sich der VAM um englischsprachige höher qualifizierte Stellensuchende – ist mit 240 gemeldeten Personen im Vergleich zu sämtlichen gemeldeten Arbeitslosen im Kanton relativ gering. Per Ende Dezember 2017 waren dies im Kanton Zug 2729 Menschen.

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Expats tut grundsätzlich nichts zur Sache. Natürlich ist es ein Erfolg, wenn sie durch die Bemühungen des VAM eine Stelle finden. Was den Expats, die wohl hochqualifiziert sind, aber nur Englisch sprechen, fehlt, ist die Kenntnis der hiesigen Prozesse bei der Arbeitssuche. Diese vermittelt das VAM im schweizweit ersten Projekt dieser Art. Wenn stellensuchende Expats diese Kenntnisse anwenden, ergibt sich wohl auch ein gewisser Grad wünschenswerter Integration. Zwar werden diese Menschen kaum Vorturner im Männerturnverein, allfällig vorhandene Berührungsängste mit der einheimischen Bevölkerung könnten so aber etwas abgebaut werden.

Dass der VAM am Mittwoch einerseits das Projekt, das an die Inno Park AG ausgelagert wurde, ankündigt, im selben Artikel andererseits gleich von der Projekteinstellung bei mangelndem Erfolg spricht, ist entmutigend. 40 bis 50 Prozent der 45 möglichen Kursteilnehmer sollen vermittelt werden, um ein Erfolg zu sein. Werden deutlich weniger vermittelt, dürfte das Programm eingestellt werden. Und was dann? Zurück auf Feld 1? Gute Ideen brauchen Zeit, um zum Erfolg zu reifen. Das ist bei dieser mehr als guten Idee nicht anders. Geben wir ihr doch diese Zeit.

Harry Ziegler

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

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