Glosse

Salzkorn: Disney verkündet sein Armageddon

Das Kündigungsmassaker beim Unterhaltungsgiganten Disney führt vor Augen, wie hart das neue Virus die vormals für Spass zuständige Industrie trifft. Der Konzern streicht 28'000 Stellen.

Odilia Hiller
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Illustration: Corinne Bromundt

Elsa, Pluto, Woody. Goofy, Daisy, Belle und Simba. Sie alle hören auf zu tanzen.

Apokalyptische 28'000 Jobs streicht der US-Unterhaltungsgigant Disney wegen Corona. Betroffen sind vor allem Angestellte der Disneyparks in Kalifornien.

Diese sind mangels brauchbarer Schutzkonzepte und wegen des katastrophalen politischen Managements der Pandemiekrise im Land seit April geschlossen. Nun sitzen die Angestellten nicht mehr nur zu Hause – sie verlieren auch Einkommen und Krankenversicherung.

Aussprüche Walt Disneys erscheinen in neuem Licht

Das Kündigungsmassaker führt vor Augen, wie hart das neue Virus die vormals für Spass zuständige Industrie trifft. Aber auch, wie sehr die Traumfabrik, die mehr als einmal mit Endzeitszenarien massenhaft Geld einspielte, plötzlich vor ihrem eigenen Armageddon steht.

Im Lichte dessen erhalten so einige der berühmten Aussprüche Walt Disneys einen neuen Anstrich. Er sagte einst:

«Solange es Fantasie gibt in der Welt, wird Disneyland weiterwachsen.»

Und: «Lachen ist Amerikas wichtigster Export.» Lang ist’s her.