Glosse

Salzkorn: Es ist zu befürchten, dass uns demnächst eine neue Generation präsentiert wird

Eine Generation war einst die Zeitspanne, die zwischen Eltern und Kindern lag, also rund 25 bis 30 Jahre. Heute können wir leicht fünf bis sechs Generationen überblicken. Wie wohl die nächste heisst? 

Gottlieb F. Höpli
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Eine Generation war einst die Zeitspanne, die zwischen Eltern und Kindern lag, also rund 25 bis 30 Jahre. Heute können wir leicht fünf bis sechs Generationen überblicken. Das hat zwar auch mit der gestiegenen Lebenserwartung zu tun, mehr noch aber mit der Tatsache, dass Trend-, Markt- und Meinungsforscher alle paar Jahre eine neue «Generation» erfinden.

Da gab es die optimistischen Babyboomer der Nachkriegszeit; nach 1965 folgte die verunsicherte Generation X bis etwa 1980, dann die auf Selbstverwirklichung fixierte Generation Y. Nach der Jahrtausendwende kamen die Millennials beziehungsweise die Generation Z, und schon ist zu befürchten, dass uns demnächst eine neue Generation präsentiert wird.

Der Trick dabei ist, aus dem ewigen Unterschied zwischen Vätern und Söhnen, Müttern und Töchtern immer wieder eine ganz neue Generation zu erfinden. Wie wäre es, wir nennten sie für alle Zeiten einfach «Generation J» – Generation jung?