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Glosse

Salzkorn

Was den Ältern das Kinderfest, ist den Jüngeren das Open Air. Hedonismus unter einem guten Vorwand. Funktioniert seit Jahrtausenden.
Odilia Hiller

Was der älteren Generation das Kinderfest, ist den Jungen das Open Air. Und was den älteren Damen eine Theater­premiere, ist den jungen Ostschweizerinnen der jährliche Auftritt im Sittertobel. Also gehen sie vorher noch husch, husch zum Coiffeur. Schliesslich muss der Zerzaustlook sitzen. Das Festivaloutfit soll nachlässig wirken, aber sexy. Je jünger, desto durchdachter die Kom­bination von Gummistiefeln, Regenschutz, Lipgloss und Sonnenbrille. Denn wie die Olma ist auch das Open Air ein gigantischer Hochzeitsmarkt. Wie auf dem Land einst die Abendunterhaltung des Turnvereins. So viel hat sich dann doch nicht verändert unter der Sonne Alice Schwarzers.

Was nachts in den Zelten geschieht, darüber herrscht natürlich Stillschweigen. Hedonismus unter dem Vorwand der Musikliebhaberei funktioniert seit Jahrtausenden von selber. Mit dem Unterschied, dass die Frauen heute selber entscheiden, mit wem sie ins Zelt schlüpfen. Zumindest bis zu einem gewissen Pegel.

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