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Glosse

Salzkorn

Stöhnen und Ächzen sind Floskeln bei (fast) jedem Wetter
Gottlieb F. Höpli

Ein endloses Stöhnen und Ächzen soll es gewesen sein in den vergangenen Tagen und Wochen. Täglich lasen und hörten wir es: Die Schweiz, ja ganz Europa soll unter der Hitze gestöhnt und geächzt haben. Pausenlos. Tag und Nacht. Seltsam nur: Wir haben es nicht gehört. Jedenfalls nicht unter freiem Himmel. Sondern nur aus dem Munde des TV-Personals.

Ist ja auch kein Wunder: Ächzen und Stöhnen sind menschliche Laute. Häuser, Dörfer, Länder stöhnen nicht, auch nicht unter der Hitze. Nun gut: Bäume können manchmal ächzen – wenn der Sturm an ihnen rüttelt. Sonst aber ächzt es nur in den Medien.

Das ist, glaubt man den Wetterpropheten, ja nun bald vorbei. Aber allzu lange werden wir nicht warten müssen auf die nächsten Wetter-Floskeln. Denn schon bald wird in den Zeitungsspalten und Fernsehnachrichten die Kälte – ja was wohl: klirren! Klirrende Kälte wird herrschen. Ohne Ende. Man möchte ächzen und stöhnen bei diesen Aussichten. G.F.H.

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