Glosse

Salzkorn

Worüber sich Tamara Funiciello diesmal aufregt.

Jürg Ackermann
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Tamara Funiciello nervt sich wieder einmal. Die umtriebige Juso-Präsidentin regt sich in der Regel über alles auf, was nicht genau ihrem feministisch-sozialistischen Weltbild entspricht. Der neueste Stein des Anstosses: der Schweizer Sommerhit «079» von Lo & Leduc. Der Songinhalt sei problematisch, so Funiciello. Denn dass ein Mann mehrmals [sic!] versuche, an die Handynummer seiner Angebeteten zu kommen, spiegle den tief verankerten Sexismus in unserer Gesellschaft.

Wer sich als Mann nun fragt, ob und wie er in der Post-#MeToo-Ära überhaupt noch um eine Frau werben kann, dem sei hier versichert: Beim Liedinhalt handelt es sich um einen eher harmlosen Flirt. Um ein Wortspiel auch, das Menschen wie Funiciello, die bei jedem halbverdächtigen Stichwort sofort rotsehen, natürlich entgeht.

Die Nummer ihres eigenen Mobiltelefons hat die Juso-Chefin übrigens im Internet publiziert. Sie fängt auch mit 079 an. Dass darüber jemals ein Song geschrieben wird, ist jedoch eher unwahrscheinlich. J. A.