Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Glosse

Salzkorn

Soll Nähe zum Publikum gelingen, muss SRF-Direktorin Nathalie Wappler als erstes den mentalen Festungsbau verhindern.
Gottlieb F. Höpli

Sie spricht im Radio-Interview leise, schnell, und argumentiert messerscharf. Aber die neue SRF-Direktorin will auch «die Nähe zum Volk suchen». Dazu müsste sich die derzeit in Mitteldeutschland tätige, gebürtige Ostschweizerin aber den Politik-Sprech rasch wieder abgewöhnen, wie er von deutschen Politikern gepflegt wird.

Nathalie Wappler spricht von ihrem künftigen Publikum als von den «Menschen draussen im Land» - ganz wie es die Merkels, Nahles etc. tun. Draussen und drinnen? Das ist das exakte Gegenteil von Nähe! Verrät eine Distanz zwischen «wir» und «denen da», wie sie in der deutschen Politik ­offenkundig geworden ist.

In Zürich, wo bald der Hauptharst der SRF-Mitarbeiter arbeiten wird, sind Festungsmauern, von denen die Journalisten auf die Menschen draussen im Land herabblicken, das Letzte, was die Schweiz braucht. Soll Nähe zum Publikum gelingen, muss Frau Wappler als erstes den mentalen Festungsbau verhindern.G.F.H.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.