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Glosse

Salzkorn

Draussen gibt es viel zu sehen und zu erleben. Derweil sind die Wohnungen und Häuser verwaist.
Bettina Kugler

«Lebst du noch oder wohnst du schon?» So wohlwollend erinnerte vor ein paar Jahren der schwedische Möbelriese mit den tiefen Preisen daran, dass Sesshaftigkeit eine Lebens­haltung ist – und keine Selbstverständlichkeit. Die Frage scheint berechtigt. Wann immer man sich im öffentlichen Raum bewegt, tobt da das Leben. Für «hygge», die Glücksformel des Nordens, ist keine Zeit. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken; wir arbeiten und shoppen, wir reisen, sitzen in Cafés, verpassen keine Ausstellung, keine Hundsverlochete – Dichtestress überall. Die ­Wohnungen und Häuser sind derweil verwaist.

Dennoch klagen die Städte über Ladensterben. Wo über mehrere Generationen ein Fachgeschäft florierte, öffnet schon wieder ein neuer «Pop-up-Store» – auffällig oft mit Wohndekor für das gemütliche Zuhause, nach dem wir uns zwar sehnen, wo wir es aber doch nicht aushalten. Anders die Einbrecher. Die müssen sich nicht mehr beeilen mit der Arbeit. Und nie zuvor war ihr Handwerk behaglicher. bk.

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