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Glosse

Salzkorn

Das Faultier erobert unsere Herzen.
Melissa Müller

Lange schien es, als gehöre ­ ein Burn-out zu einem erfolg­reichen Leben dazu. Nicht für Komiker Helge Schneider: «Für ein Burn-out bin ich zu faul», sagt er und verweigert sich so der Krankheit der Manager. Ein Bekenntnis, das Sympathien weckt – ebenso wie das Faultier, das in aller Munde ist. Alle finden es süss! Ein knuddliger Pelz mit Kulleraugen und schiefem Grinsen. Das Tierchen lebt vor, wonach sich viele sehnen: Entspannung, den lieben langen Tag.

In einer Gesellschaft voller Leistungsdruck wird das entschleunigte Geschöpf abgöttisch verehrt – nach den Modetieren Einhorn und Flamingo. Faultierbilder machen sogar den Katzenbildern im Internet Konkurrenz. Tierschützer sind alarmiert: Der Hype heizt den illegalen Handel mit den Regenwaldbewohnern an. In einem Zoo in Denver kann man ein Selfie mit einem Faultier machen – die Leute stehen dafür vor Sonnenaufgang Schlange. Das Faultier ist die neue Ikone des Chillens – und vielleicht der nächste Burn-out-Kandidat. mem

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