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Glosse

Salzkorn

Das Leben ist nun mal kein Pilcher-Roman.
Katja Fischer de Santi

«Die grosse Liebe?Die habe ich nie erlebt.» Sie sei nicht so der romantische Typ. Das sagte ausgerechnet die vorgestern verstorbene Königin der Liebesromane: Rosamunde Pilcher. Sie, die in ihrem Leben mehr «gebügelt als geliebt» habe, schaffte es wie keine andere die Herzen millionenfach und weltweit zu rühren. Kein Klischee war ihr zu naheliegend, immer bekamen bei ihr am Ende die Richtigen die Schönen. Die Engländer betrieb damit Eskapismus in Pastellfarben. Bot sich und ihren Leserinnen einen Fluchtweg aus der Realität, hinein in eine Welt, in der Probleme einfach weggeliebt werden, immer irgendwo ein Graf gerade Rosen schneidet und Menschen sich stets perfekt frisiert begegnen.

Rosamunde Pilcher, die nie richtig geliebt hatte, hat sich die Romantik hundertmal schöner und leidenschaftlich herbeigeschrieben. Denn das Leben ist nun mal kein Pilcher-Roman. Das wusste niemand besser als die Autorin selbst: Ein allzu genaues Abbild der Realität hielt sie für kontraproduktiv. kaf

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