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Salzkorn

Velofahren sorgt für unterhaltsame Geschichten.
Stefan Borkert
(Illustration: Corinne Bromundt)

(Illustration: Corinne Bromundt)

Auf Ostern hin wird es sonnig, versprechen die Wetterfrösche. Höchste Zeit also, das Velo abzustauben und die Muskeln zu dehnen. Mit Freunden wird eine launige Ausfahrt geplant. Geschichten machen die Runde. So wie jene vor zwei Jahren, als das Pech im Sattel mitfuhr. Kurz nach dem Start am Bodensee bricht das Vorderrad aus: Sturz und blaue Flecken. Der Pneu war platt, obwohl der Hersteller verspricht, sein Produkt sei «unplattbar». Ein Freund eilt zu Hilfe. Das Malheur wird behoben. Zack, trifft den Lenker ein Wasserstrahl auf Brille und Gesicht. Beim überholenden Auto war die Scheibenwaschanlage falsch eingestellt. Abwischen und weiterfahren. Am angepeilten Restaurant hängt ein Schild: «Wegen Ferien geschlossen». Der «Appezöller Bläss» aber hat Dienst. Er schiesst wie ein Pfeil aus der Wiese, schlägt seine Zähne in die Ferse des Velofahrers, und lautes Chaos bricht aus. Geblieben ist eine Narbe und eine unterhaltsame Geschichte – jedenfalls hinterher.

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