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Glosse

Salzkorn

Tranquillo Barnetta beendet seine Karriere - für Ostschweizer Verhältnisse eine beispiellose.
Daniel Wirth

Tranquillo Barnetta hört auf. Der beste Fussballer, den der FC St. Gallen je herausbrachte, hängt seine Stollenschuhe Ende Saison an den Nagel – nach einer für Ostschweizer Verhältnisse beispiellosen Karriere.

Im grossspurigen Fussballgeschäft wimmelt es von Angebern, die kaum in der Lage sind, ihre Tattoos zu zählen. Von Blendern, die nicht wissen, wie viele Zylinder der Motor ihres Ferraris hat. Grosse Gesten und das laute Dreschen hohler Phrasen gehören zu den kurzgehosten Stars und den Funktionären im feinen Tuch.

Barnetta ist wohltuend anders: Der Spross italienischer Einwander fällt durch Flügelläufe auf und überlegte Antworten in Interviews. 75 Mal trug er das Trikot der Schweizer Nationalmannschaft. Er schoss im Londoner Wembley in einem Spiel zwei Tore. Er war eine Dekade lang Stammspieler in der Bundesliga.

Doch nicht wegen seines Palmarès sollten der Nachwuchs und die Ausbildner ihn zum Vorbild nehmen. Bodenhaftung, Bescheidenheit und Gradlinigkeit zeichnen Barnetta aus. Hochmut überlässt er anderen. D.W.

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