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Glosse

Salzkorn

Die New York Times verzichtet künftig auf sämtliche politische Karikaturen.
Gottlieb F. Höpli

Die Meinungsfreiheit stirbt nicht auf einen Schlag. Sondern scheibchenweise. Man kann zurzeit gerade dabei zusehen, wie das geschieht. Wegen eines Shitstorms in den sogenannten «sozialen Medien» gegen eine Karikatur, «die antisemitische Reflexe stimuliert», verzichtet die New York Times ab dem 1. Juli auf sämtliche politische Karikaturen.

Damit hat es die Meute der angeblich Guten und Wahren im Netz geschafft, eine historische Waffe im Streit der Meinungen ausser Gefecht zu setzen. Was gut und was böse, was richtig und was falsch ist, soll in Zukunft nicht mehr im Widerstreit der Ansichten, sondern von den selbsternannten Hütern der einzig richtigen Moral entschieden werden.

Hatten wir das nicht schon? Im Namen des Guten und Wahren wurde die Freiheit immer wieder eingeschränkt. Zum bitteren Ende entschied dann immer eine kleine Clique, was erlaubt ist. Und wer ins Gefängnis wandert. Oder gleich vor das Erschiessungskommando. G.F.H.

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