Glosse

Salzkorn

Warum das grosse C einer neuen Partei dienen könnte. Und was das mit C wie Corona zu tun hat.

Silvan Lüchinger
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Illustration: Corinne Bromundt

Kaum eine Branche, die sich von den Coronamassnahmen des Bundes nicht irgendwie benachteiligt fühlte. Entsprechend geht es jetzt darum, sich für den nächsten vergleichbaren Fall zu wappnen. Zusammenrücken ist angesagt, mehr Einfluss auf die Politik muss her.

Das sagen sich auch die Camper und Campingbetreiber. Wenn sie bei der nächsten Pandemie nicht wieder die Lackierten sein wollen, müssen sie sich organisieren. Ob man eine neue Partei gründen soll? Das grosse C wie Camping könnte ja frei werden. Dieser Entscheid soll später fallen. Vorerst geht es um die Bildung einer Interessengemeinschaft.

So weit könnte es klappen – da hat auch keiner etwas zu verlieren. Wie es tatsächlich um die politische Schlagkraft steht, wenn die nächste Pandemie die Welt überzieht, bleibt eine andere Frage. Wahrscheinlich ist es bei den Campern im Ernstfall so wie bei allen anderen, die sich jetzt Solidarität schwören. Weil die Wohnmobiler die Wohnwägeler verachten und die Hauszeltler für die Giebelzeltler nichts anderes als Bünzli sind.