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Salzkorn

«Die Krise als Chance» – lange Zeit diente diese Durchhaltparole als schwacher Trost in der wirtschaftlichen Depression; ein Strohhalm, an den sich die Hoffnung klammern konnte.

«Die Krise als Chance» – lange Zeit diente diese Durchhaltparole als schwacher Trost in der wirtschaftlichen Depression; ein Strohhalm, an den sich die Hoffnung klammern konnte. Doch wenn wir den neuen Nachrichten aus der Wirtschaftswelt trauen können, dann scheint das Schlimmste vorüber zu sein. Nicht mehr von Krise, sondern von Chancen ist die Rede.

Die Autoverkäufe nehmen wieder zu, die Banken zahlen dem Staat die Stützungsgelder zurück, Novartis macht sich auf zum nachweihnachtlichen Milliarden-Shopping, Konsumenten bewähren sich im Weihnachtsein- und Saisonausverkauf, und die Boni wandern aus den Schlagzeilen zurück in die Taschen der Manager.

Können wir also die griffige Wendung von der «Krise als Chance» ad acta legen? Höchstens auf Eis.

Denn wenn mit den sogenannten Chancen ähnlich sorglos umgegangen wird wie zuvor, könnte sie bald wieder aktuell werden. Denn es gibt nicht nur die «Krise als Chance», sondern auch die Chance als (Keim der) Krise. J.O.

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