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Spielplätze: Leben und lärmen

Chefredaktor Harry Ziegler über den Spielplatzlärm in Zug.
Harry Ziegler

Harry Ziegler

Kinder nehmen im Spiel keine Rücksicht darauf, ob sie Schäden an Mitspielern und Anlagen hinterlassen oder dabei Lärm machen, als ob sie in der Schlacht am Morgarten kämpften. Auch auf den dafür vorgesehenen Schlachtfeldern, den Spielplätzen. Sieben Tage die Woche. Diese Plätze liegen in der Regel nicht irgendwo am Rand der Stadt, sondern gut eingebettet, meist angrenzend an ein Schulhaus, mitten in Wohnzonen. Über ein derart eingebettetes Schulhaus mit hauseigenem Schlachtfeld, in einem Quartier an den Ausläufern des Zugerbergs, idyllisch über der Stadt Zug gelegen, berichtete unsere Zeitung diese Woche.

Eigentlich berichteten wir über Bewohner, die sich wegen des ihres Erachtens übermässigen Lärms beklagten, der von dem Spielplatz ausgeht. Vor allem vom Gebrauch des Trampolins und anderer installierter Geräte. Nun muss sicher das Zusammenleben irgendwie geregelt, übermässiger Lärm verhindert werden. Dass die Kinderlärmgeplagten einen Anspruch auf Ruhezeiten haben, ist richtig und verständlich. Und mit etwas gutem Willen auf beiden Seiten sicher auch umsetzbar: An einem von der zuständigen Stadträtin moderierten runden Tisch beispielsweise, wo die Lärmgeplagten und die Eltern der jungen Lärmmacher Regeln festlegen. Eben – sich in gegenseitiger Toleranz üben.

Die Beseitigung der Lärmquellen zu fordern – kann man machen. Wird nichts nützen. Kinder mit ihrem grenzenlosen Einfallsreichtum schlagen epische, ruhm- und lärmreiche Schlachten auch ohne Spielgeräte und -plätze, dafür mit umso mehr Einsatz dann halt auf Vorplätzen, Quartier­strassen, in Gärten. Auf jeden Fall sicher dort, wo Lärm unangenehmer ist als auf dem Spielplatz.

Harry Ziegler,

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

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