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Kolumne

Verbesserungen stets erwünscht

Susanne Holz
Angeblich 60 Millionen junge Menschen spielen Fornite.

Angeblich 60 Millionen junge Menschen spielen Fornite.

Kürzlich bekam ich eine Mail vom PlayStation Store: «Verbessere Deine Realität, Susanne Holz.» Nun ist eigentlich mein Sohn der Experte im Verbessern der Realität – zumindest der­jenigen auf dem Bildschirm. Er gibt sich aktuell zusammen mit seinen Klassenkameraden und «rund 60 Millionen jungen Menschen weltweit» (so die «Süddeutsche») dem grassierenden «Fortnite»-Fieber hin. Dieses Videospiel ist ein sogenanntes Battle-Royale-Spiel.

Ausgangslage von «Fortnite»: 100 Spieler werden über einer virtuellen Insel abgeworfen, und wer als Letzter noch steht, hat gewonnen. Diese Art von Kampf überlasse ich gerne meinem Sohn, der ist gut und geübt in virtueller Schlagfertigkeit. Und die echte Realität? Ist natürlich auch ein Kampf, und zudem stets verbesserungs­würdig. Ich bin da ständig am Ausprobieren, der PlayStation Store hätte mich im Prinzip gar nicht daran erinnern müssen.

Dran bleiben und weiter wünschen

Nett ist sie trotzdem, diese Aufforderung, so persönlich und wirklich aufmerksam. Sogar mit meinem Namen werde ich angesprochen. Ich danke herzlich. Und grüble noch mehr als sonst: Susanne Holz, wie könntest Du Deine Realität verbessern? Indem ich mich daran mache, meine ­99 nächsten Mitspieler auszuschalten? Das würde in Einsamkeit enden und wäre grausam, selbst wenn es ohne «Blut, Schweiss und Tränen» abliefe, wie im virtuellen «Fortnite»-Game (wieder die «Süddeutsche»).

Besser: Weiter dran bleiben und weiter wünschen. Denn wie sagte schon Philip Rosenthal: «Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.» Das trifft sogar auf «Fortnite» zu, rein virtuell gesehen.

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