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Harry Ziegler, Chefredaktor Zuger Zeitung über ein Reglement im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug.
Harry Ziegler
Harry Ziegler

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Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug hat am Dienstagabend wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Die Behörden müssen sich nun nach einem Reglement richten, dem im Stadtparlament in den Punkten «Hund» und «Alkohol» sämtliche Zähne gezogen wurden. Das Reglement über die Benützung der öffentlichen Anlagen wurde innert zweieinhalb Stunden zum Papiertiger.

Nicht, dass etwas dagegen einzuwenden wäre, dass der bürgerliche Teil des Grossen Gemeinderats sich in diesen beiden wichtigen Fragen liberaler gibt als der Stadtrat. Dann jedoch wäre es – aus liberaler Sicht – konsequenter gewesen, gleich das ganze Reglement in den Reisswolf zu werfen. Man könnte aus der Debatte schliessen: Mit dem Einsatz von etwas gesundem Menschenverstand verläuft das Zusammenleben, was das Mitbringen von Alkohol in öffentliche Anlagen sowie das Verhalten von Hundebesitzern betrifft, offenbar schon (und wird es künftig) in geordneten Bahnen, und das ganz ohne grobe Reglementierung.

Eben nicht! Denn das geordnete Zusammen­leben scheitert immer wieder am gesunden Menschenverstand. Vielmehr an der Absenz desselben. Wenn uns eine Sache betrifft und in freudige oder verärgerte Gemütszustände versetzt – dann überwinden diese Gefühle mühelos das Hindernis des gesunden Menschenverstands.

Einige Stadtparlamentarierer wollten dann doch aufgestellte Hundeverbotsschilder quasi als Hinweisschilder stehen lassen – das sei «besser als gar nichts». Genau dieses «gar nichts» aber wurde in der Schlussabstimmung (29 Ja zu 7 Nein) beschlossen. Da fragt man sich dann schon, wann gesunder Menschenverstand eingesetzt werden sollte. Ich würde meinen: vorher.

Harry Ziegler

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

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