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Kolumne

Lü: Wir sind eben doch keine Segelnation

Von nachhaltigem Klingeln und dem Vertrauen in die Post.
Silvan Lüchinger
Silvan Lüchinger

Silvan Lüchinger

Mangelnder Fussballverstand ist den Jungen St. Galler Grünen nicht vorzuwerfen. Und Spassbremsen wollen sie auch nicht sein. Aber sie ärgern sich über die Autocorsos nach Spielende. Die Fans sollen doch, schlagen die Jungen Grünen vor, mit dem Velo corsieren. Um nachhaltiges Klingeln wird gebeten.

«Film im Städtli» findet dieses Jahr nicht auf dem Altstätter Kirchplatz statt. Die Kirche ist eingerüstet, es fehlt an Platz. Auch für nächstes Jahr müssen die Organisatoren einen anderen Platz suchen. Weil während des Open-Air-­Kinos der Pfarrer seine Garage nicht benützen kann. Wenn schon die Schäfchen nicht mehr in die Kirche kommen, sollen wenigstens die Pferdchen im Trockenen übernachten.

Die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis und die Brunni-Bahnen Engelberg führen bereits einen Ticket-Pool. Nun haben sie Gespräche über einen Zusammenschluss aufgenommen. Gemeinsam wollen sie dem zunehmenden Wettbewerb anderer Tourismusdestinationen entgegentreten. Engelberg liegt nicht im Toggenburg.

Wildschweine dürfen im Thurgau künftig auch in den frühen Morgenstunden des Sonntags geschossen werden. Pilzler und Jogger haben sich so zu kleiden, dass eine Verwechslung mit Schafen ausgeschlossen ist.

Katholisch-Kreuzlingen hat den nächtlichen Viertelstundenschlag der Kirchturmuhr abgeschafft. Evangelisch-Kreuzlingen lässt weiterhin schlagen. Dagegen regt sich Widerstand: Bei rein evangelischem Glockenklang kann ein überzeugter Katholik nicht ruhig schlafen.

Laut St. Galler FDP stellen zwei Gutachten dem geplanten Umbau des Spitals Altstätten ein vernichtendes Zeugnis aus. Die Regierung halte diese Gutachten unter Verschluss, klagen die Freisinnigen und fragen: Wann macht die Regierung sie öffentlich? Man könnte auch anders fragen: Wenn die FDP ja weiss, was drinsteht – warum tut sie das nicht selber?

Der Bund will die Herkunftsvorschriften für Fleisch in St. Galler Kalbsbratwürsten lockern. Die verwursteten Tiere sollen auch eine Zeit lang im Ausland gelebt haben dürfen. Die Thurgauer Regierung ist strikte dagegen. Wenn man in Frauenfeld schon St. Galler Würste essen muss, dann mindestens solche aus Thurgauer Fleisch.

Ausland-Thurgauer können ab September ihre Stimme wieder elektronisch abgeben. Zugelassen sind zwei Systeme. Der Thurgau hat sich für jenes der Post entschieden. Im Vertrauen darauf, dass es punkto Sicherheitsmassnahmen nicht zu und her geht wie bei den Postautos.

Der verspätete Verkauf der Schweizer Hochseeflotte hat den Bund letztlich über 200 Millionen Franken gekostet. Was zeigt: Wir sind eben doch keine Segelnation. Waffenexport können wir besser.

Die Gemeinde Weinfelden und der Heimatschutz liegen doppelt über Kreuz. Der Heimatschutz wehrt sich gegen den Abbruch von Häusern in der Siedlung Thurfeld und für das Möschingerhaus im Dorfzen­trum. Scheitert er, wird er dem Gemeinderat eine Namensänderung vorschlagen: von Weinfelden zu Scheinfelden.

Die jüngste Aufnahme von der St. Galler Gesamtregierung belegt es: Finanzchef Beni Würth durchlebt gerade wieder eine Schlankheitsphase. Es ist nicht die erste. Das grösste Einzelstück im Würthschen Haushalt muss der Kleiderkasten sein.

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