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Wohin mit dem Geld in der Stadt Zug?

Chefredaktor Harry Ziegler zur Rechnung der Stadt Zug
Harry Ziegler

Harry Ziegler

Die Stadt Zug schwimmt im Geld. Für 2017 kann der städtische Säckelmeister einen Überschuss von fast 37 Millionen Franken melden. Gerechnet wurde im Voranschlag für 2017 zwar schon mit einem Plus von leicht über 2 Millionen Franken. Dass nun knapp 37 Millionen – das ist gut 17 Mal mehr als budgetiert – resultieren, ist erfreulich, aber auch etwas frech. Die Überraschung über das «jenseits aller Erwartungen» gute Ergebnis, wie der zuständige Stadtrat am Freitag in unserer Zeitung sagte, nimmt man ihm beim besten Willen nicht ganz ab. Der normale Bürger fragt sich bei einem solchen Resultat doch: Wie können versierte Finanzfachleute beim Budgetieren dermassen heftig danebenliegen?

Ob das vielleicht daran liegt, dass erstens immer wieder realitätsfern veranschlagt wird, oder zweitens daran, dass heuer im Wahljahr positive Schlagzeilen erwünscht sind?
Den Geldregen, der über der Stadt niedergeht, nimmt man natürlich gerne. Zug verfügt über eine Steuerausgleichsreserve von 119 Millionen Franken. Nun sollen die Steuern richtigerweise sinken. Nachhaltig, wie der städtische Säckel-meister betont. Gleichzeitig will der Stadtrat mit dem Überschuss verschiedene Schulprojekte und solche in den Herti-Sportanlagen vorfinanzieren.
Dass der Stadtrat zum Mittel der Vorfinanzierung von Projekten greift, zeigt: Er hat Mühe, angehäuftes Geld loszuwerden. Wohin damit? Viel Geld weckt viele Begehren. Es ist eine Möglichkeit, Projekte vorzufinanzieren. Es mehren sich bereits die Stimmen, die auch Projekte ideeller Art finanzieren wollen. Ja, warum nicht beides? Die Wirtschaft brummt. Und die Chancen sind intakt, dass die Fachleute auch dieses Jahr wieder bar jeglicher Realität budgetiert haben.

Harry Ziegler

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

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