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Zürischnurre auf dem Vormarsch?

Janine Gloor

Anfang Oktober findet in Arosa das Mundartfestival statt. Anlass genug, um eine Schlagzeile, die im Sommer von Bern bis St.Gallen für Hühnerhaut gesorgt haben dürfte, nochmals aufzuwärmen: «Züritüütsch verdrängt die anderen Dialekte», titelte die «Sonntags- Zeitung». Bigoscht, haben wir bald alle eine Zürischnurre? Wohl kaum.

Es gebe sowieso schon lange kein richtiges Zürichdeutsch mehr, werden alteingesessene Zürcher nun lamentieren. Wer weiss denn heute noch, was ein Röiel ist? Sprache verändert sich beim Gebrauch, das ist normal. Im Gegensatz zur Stadt Bern, wo Dialektgrenzen in der Nähe der Hauptstadt verlaufen, strahlte der Zürcher Dialekt schon im Spätmittelalter in die Landschaft hinaus. Und ist stets auch neuen Einflüssen ausgesetzt, man denke nur an all die Zuzüger. Die Zürcher sollten sich aber über ein bisschen Abwechslung freuen, schrieb doch schon Gottfried Keller über seine Mundart von einem «ungefügsam breiten» Dialekt.

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